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Verzweifelt nach Trennung

Wenn uns unsere Gefühle in die Knie zwingen

Eine Trennung zieht uns den Boden unter den Füßen weg. Wir wissen nicht, wo uns der Kopf steht. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es einst gewesen ist. Unsere gesamte Vorstellung von unserer Zukunft ist auf einmal zerbrochen.


Frisch nach einer Trennung könnten wir oftmals noch gar nicht sagen, was wir fühlen oder wie es uns geht. Unsere Emotionen wechseln sich gefühlt minütlich ab. Verzweiflung, Trauer, Wut, innere Leere, Enttäuschung, Eifersucht, Hass, Zorn, das Gefühl ausgenutzt worden zu sein: Wir sind nicht mehr Herr unserer Sinne.

Verzweifelt nach Trennung – Wenn wir nur noch Leere spüren

Sind die entscheidenden Worte des Partners gefallen, dass er sich von uns trennen möchte, gelingt es uns oftmals in der Zeit danach, einfach zu funktionieren. Es muss weitergehen. Wie automatisch planen wir den Umzug. Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um uns schnell eine neue Wohnung zu sichern. Wir organisieren Umzugshelfer, mieten ein Auto und überlegen, wie wir schnell eine neue Waschmaschine bekommen.

Verbringen wir den ersten Tag nach dem Umzug in der eigenen Wohnung, brechen wir zusammen. Alles um uns herum ist kahl. Die vollgepackten Kartons sind das einzige Hab und Gut, das wir haben. Nur materielle Güter sind es, die uns begleiten. Die kalten Wände strahlen aus, was wir fühlen: Irgendwie nichts und gleichzeitig doch so viel.

Erst jetzt dämmert uns langsam unsere Situation. Der noch ungewohnte Geruch unseres neuen Zuhauses macht uns schlagartig bewusst, dass jetzt ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Ob wir wollen oder nicht. Wir wissen, was wir verloren haben.

Und sind nichts als verzweifelt.

Ich bin verzweifelt nach Trennung

Nach einer Trennung verhalten wir uns selbstzerstörerisch

Zu keinem Zeitpunkt im Leben verhalten wir uns selbstzerstörerischer als nach einer Trennung. Wir geben jeden Tag unser Bestes, uns herunter zu ziehen und selbst fertig zu machen.

Geht es uns für einen winzigen Moment gut, wissen wir genau, wie wir Abhilfe schaffen können, so dass wir uns möglichst schnell wieder schlecht fühlen. Kein Problem.

Begeh nicht den Fehler, durch soziale Medien festzuhalten

Besonders verbreitet und beliebt ist es, sich mittels sozialer Medien herunterzuziehen. Wir öffnen Instagram und scrollen erst einmal die Bilder von unserem/ unserer Ex durch. Jedes Bild starren wir minutenlang an. Noch selbstzerstörerischer werden wir, wenn wir sogar die neuen Bilder des Verflossenen liken.

Und die Story des anderen ansehen, was ihm natürlich angezeigt wird.

Wir versuchen genauestens herauszufinden, wie er derzeit seine Freizeit verbringt. Und natürlich mit wem. Jedes Lied, das in seiner Story zu hören ist, beziehen wir auf uns. Natürlich auch jedes Meme und jedes Zitat. Vielleicht will er uns ja damit etwas sagen? Danach gehen wir alle Accounts durch, denen er folgt.

Bei Facebook dasselbe Spiel. Wie auch bei der Google Bildersuche.

Natürlich machen wir uns auch von allen Fotos, die wir finden, einen Screenshot. Um uns auch dann vor Augen führen zu können wen wir verloren haben, wenn gerade das Datenvolumen aufgebraucht wurde.

Ein Trost mag es nicht sein, aber wir sind nicht alleine mit diesem Verhalten. Es ist wie eine unsichtbare Macht, die uns dazu zwingt, das Smartphone zu nehmen und wieder und wieder auf das Profil des anderen zu gehen. Obwohl wir wissen, dass wir darauf nichts Neues entdecken werden. Obwohl wir wissen, dass es in einem Heulkrampf enden wird. Obwohl wir wissen, dass wir uns damit selbst Schmerzen zufügen.

Es ist ein fester Bestandteil unseres Tagesablaufs. Morgens, nach dem Weckerklingeln ist es das erste, was wir machen. In der Bahn auf dem Weg zur Arbeit schleichen wir schon wieder bei Instagram auf seinem Profil.

Das Online Stalking ist die einzige Möglichkeit des „Kontakts,“ die uns noch bleibt. Nur über die App ist es uns möglich, am Leben des anderen teilnehmen zu können. Nur so bekommen wir noch Einblicke in dessen Leben.

Oftmals hoffen wir auch, durch unser Verhalten Antworten auf unsere Fragen zu finden. Warum hat er sich getrennt? Ist vielleicht eine andere Frau/ ein anderer Mann im Spiel? Gibt es eine Person, die absolut jedes seiner Bilder in letzter Zeit likt?

Was hilft?

Wir müssen uns selbst schützen. Doch genau dies scheint einfach nicht möglich zu sein.

Das einzige, was tatsächlich hilft besteht darin, den anderen zu blockieren. Auf diese Weise wird uns das Profil nicht mehr angezeigt und wir berauben uns um die Option, uns weiterhin jeden Tag aufs Neue Schmerzen zuzufügen. Doch dieser Schritt ist schwierig und will uns oftmals nicht so recht gelingen.

Wir gewöhnen uns Verhaltensweisen an, die uns zusätzlich herunterziehen

Sind wir früher direkt nach der Arbeit immer zum Sport gegangen, fehlt uns jetzt hierfür die Kraft. Stattdessen lassen wir uns auf unser Sofa plumpsen und bewegen uns den restlichen Abend nicht mehr.

Kochen? Viel zu viel Arbeit. Entweder es gibt Pizza oder wir essen einfach nichts.

Unseren Frust spülen wir mit Alkohol hinfort.

Die Folge? Wir fühlen uns noch elendiger, als es ohnehin schon der Fall ist. Auf der Arbeit können wir uns nur noch mit viel Kaffee und Energiedrinks am Leben halten.

Das einzige, was hierbei hilft ist, sich selbst aufzuraffen und sich zusammen zu reißen. Gerade nach einer Trennung fällt dies schwer. Doch Schlafmangel und nur noch Fertigpizza tragen nicht unbedingt dazu bei, dass wir uns besser fühlen. Zwar mag es in dem Moment, wenn es schnell gehen  muss wie eine Erleichterung aussehen, das wir nicht lange in der Küche stehen müssen, doch dauerhaft geben wir uns damit den Rest.

Ich bin verzweifelt nach Trennung und weiß nicht was ich tun soll

Triffst du dich eigentlich noch mit Freunden?

Häufig neigen wir dazu, obwohl wir uns einsam fühlen, unsere Freunde von uns weg zu stoßen. Wir wissen, dass uns Gesellschaft gut tun würde. Gleichzeitig ertragen wir die mitleidigen Blicke nicht.

Wir präferieren es, einfach abends alleine zu sein. Zu weinen. Und die leere Wand anzustarren.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Es gibt Leute, die sehr gut mit sich selbst alleine sein können und sich trotzdem selbst beschäftigen. Doch auch diese Menschen haben soziale Kontakte, mit denen sie sich treffen. Wer sich komplett von der Außenwelt abgrenzt, der leidet auf Dauer noch mehr als es nach einer Trennung ohnehin der Fall ist.

Gib dir Zeit

Das Gute zuerst: Eines Tages werden wir uns besser fühlen. Auch wenn wir im Moment absolut nicht das Gefühl haben, dass wir jemals wieder glücklich sein können. Doch irgendwann werden wir diese Phase überwunden haben.

Die Frage ist nur, wie lange dies dauern wird und wie schlimm wir uns währenddessen fühlen.

Im ersten Schritt gilt es daher, die Situation so anzunehmen wie sie ist. Wir müssen akzeptieren, dass wir uns derzeit schrecklich fühlen und uns selbst Zeit geben. Es ist normal, dass wir eine Trennung nicht innerhalb von zwei Wochen hinter uns gelassen haben.

Zeitgleich gehen mit einer Trennung immer auch wahnsinnig viele Veränderungen einher. Nicht nur, dass plötzlich der Mensch an unserer Seite fehlt, der uns immer Halt gegeben hat. Wir wohnen in einer neuen Wohnung, in der sich noch alles fremd anfühlt. Wir haben auf einmal einen anderen Weg zur Arbeit. Wir sind auf uns alleine gestellt und müssen alles ohne Hilfe managen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Doch gerade jetzt sind alle alten Gewohnheiten weggebrochen und es müssen sich neue Routinen etablieren. Dieser Prozess dauert und geschieht nicht über Nacht. Gib dir daher selbst die Zeit, die du brauchst. Lass dir nicht von Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen oder deiner Verwandtschaft einreden, dass du nach drei Monaten über die Trennung hinweg sein musst. Jeder Mensch ist verschieden und jeder Mensch benötigt unterschiedlich lange, um ein Beziehungsaus zu überwinden.

Verzweifelt nach Trennung: Alte Tätigkeiten aufgreifen, die dir früher Spaß bereitet haben

Wie hast du deine Freizeit verbracht, bevor du in einer Beziehung gewesen bist? Welchen Tätigkeiten bist du nachgegangen, als noch Single warst?

Hast du einen Malkurs besucht? Abends Gitarre gespielt? Hast du sogar in einem Orchester gespielt? Bist du vier Mal die Woche ins Fitnessstudio gegangen? Warst du in einem Volleyball- oder Handball Verein? Hast du deine Freizeit mit Photoshop verbracht? Bist du morgens vor der Arbeit Joggen gegangen? Warst du gerne spazieren oder wandern?

Versuche, diese Tätigkeiten wieder aufzugreifen. Gerade wenn wir in einer Beziehung sind, nehmen wir uns oftmals nicht mehr Zeit für die Dinge, die uns am Herzen liegen. Grund genug, jetzt die Zeit, die dir zur Verfügung steht, richtig zu nutzen!

Du bist über deine vergangene Beziehung hinweg gekommen? Dich seitdem lernst du niemanden mehr kennen, der dich wirklich interessiert? Dann erkundige dich bei uns nach einem Flirtcoaching. Unsere Flirtprofis zeigen dir, wie es dir gelingt, in deinem Alltag mit dem anderen Geschlecht in Kontakt zu kommen. Wir freuen uns auf dich!

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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