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Frauen im Club ansprechen: So klappt es ohne Anmache

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„Im Club ist es doch eh zu laut zum Reden.“ Den Satz höre ich oft von Männern, die gern Frauen im Club ansprechen würden und trotzdem Wochenende für Wochenende den ganzen Abend mit ihren Kumpels an derselben Säule stehen. Drei Bier, Kopfnicken zur Musik, um halb drei das Taxi. Auf dem Heimweg dann wieder dieses Gefühl, nur Zuschauer gewesen zu sein.

Im Club hast du tatsächlich ein paar Hürden mehr als im Café. Laut ist es und dunkel, und fast jede Frau ist mit Freundinnen da. Manche hat an diesem Abend schon ein paar plumpe Sprüche gehört, bevor du überhaupt an der Garderobe vorbei bist. Unmöglich? Nein. Du brauchst nur andere Regeln als die aus Filmen.

Warum du jedes Wochenende an derselben Säule stehst

Neulich saß ein Mann bei mir, frisch getrennt nach einer langen Beziehung. Seit dem Frühjahr geht er wieder jeden Samstag aus, mit zwei alten Freunden, die ebenfalls Single sind. Ich habe ihn gefragt, mit wie vielen Frauen er in diesen Monaten im Club gesprochen hat. Er hat lange überlegt. Einmal hat er einer Frau an der Bar einen Drink ausgegeben. Sie hat sich bedankt und ist zu ihren Freundinnen zurückgegangen.

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Das Muster kenne ich gut. Die Kumpelgruppe ist im Club ein Schutzraum. Man steht zusammen, kommentiert, wer reinkommt, und jeder wartet darauf, dass der andere zuerst losgeht. Keiner tut es. Am Ende hat die Gruppe gemeinsam beschlossen, dass heute eh nichts los war.

Der erste Schritt ist deshalb kein Spruch. Es sind ein paar Meter. Wer sich ab und zu von der Gruppe löst, kurz an die Bar oder raus in den Außenbereich, wird überhaupt erst ansprechbar. Und kommt selbst viel leichter ins Reden. Manche Männer gehen dafür sogar ganz ohne Begleitung los. Was das bringt und worauf du dabei achten solltest, habe ich in alleine in die Disco gehen beschrieben.

Lautstärke: Dein erster Satz muss kurz sein

Im Club überlebt kein langer Satz. Wenn du mit einer ausgefeilten Einleitung beginnst, versteht sie die Hälfte, fragt „Was?“, und du musst alles noch einmal brüllen. Danach ist die Luft raus.

Also: kurz, klar, nah genug. Komm von der Seite, nie von hinten, und bleib nicht frontal in ihrem Weg stehen. Beug dich so weit vor, dass sie dich ohne Anstrengung hört, aber fass sie dabei nicht an. Im Gedränge fühlt sich jede Berührung von einem Fremden schnell übergriffig an, auch wenn du es nett meinst.

Ein Satz mit fünf, sechs Wörtern reicht für den Anfang. Den Rest des Gesprächs baust du, wenn sie sich dir zugewandt hat.

Frauen im Club ansprechen ohne Spruch

Jetzt kommt die Frage, die mir in fast jedem Coaching gestellt wird: Was sage ich denn? Die ehrliche Antwort klingt enttäuschend. Etwas Normales. Eingeübte Anmachsprüche erkennen Frauen im Club meist nach dem ersten Halbsatz. Und sie haben keine Lust, sich durch deine Kunststücke zu arbeiten.

Zwei Wege funktionieren besser als jeder Spruch:

Direkt und ehrlich. „Hi, ich wollte dich kurz kennenlernen.“ Mehr nicht. Das klingt nüchtern, ist aber im Club fast schon selten. Du sagst, was du willst, und lässt ihr die Entscheidung.

Über die Situation. Die Schlange an der Bar, die seit zehn Minuten nicht vorangeht. Der DJ, der gerade zum dritten Mal denselben Song spielt. Der Garderobenzettel, den sie verzweifelt sucht. Sag in eigenen Worten, was dir auffällt, und schau, ob sie einsteigt.

Beides hat einen Vorteil gegenüber jeder Vorlage: Es passt zu dir. Wer Ideen für andere Orte und Situationen sucht, findet in Frauen ansprechen: 42 Wege aus der Praxis genug Material. Im Club zählt am Ende aber weniger der Satz als das, was du danach machst.

Timing: Wann es leicht ist und wann nicht

Der beste Zeitraum ist früher, als die meisten denken. Zwischen Ankommen und voller Tanzfläche sind die Leute noch nüchtern genug für ein Gespräch, und es ist leise genug, dass man sich versteht. Wer erst um zwei Uhr nachts Mut fasst, redet mit Frauen, die müde sind, beschwipst und mit dem Kopf schon beim Heimweg.

Gute Momente: Sie wartet an der Bar. Sie steht im Außenbereich. Sie kommt gerade von der Tanzfläche und holt Luft. Schlechte Momente: Sie tanzt mit geschlossenen Augen. Sie ist mitten in einem Gespräch mit ihrer Freundin, das nach Seelenleben aussieht.

Auf der Tanzfläche gelten ohnehin eigene Regeln. Wer dort Kontakt sucht, sollte wissen, wie man das respektvoll macht, sonst wird es schnell unangenehm für beide. Darum geht es in Frauen antanzen in der Disco.

Eine Frau in der Gruppe ansprechen

Hier scheitern die meisten. Sie steuern auf die eine Frau zu, ignorieren die drei Freundinnen daneben und wundern sich, dass nach einer Minute eine davon ihre Freundin am Arm nimmt und Richtung Toilette verschwindet.

Die Freundinnen sind keine Hindernisse. Sie sind die Leute, mit denen sie den Abend verbringt und denen sie vertraut. Also beziehst du sie ein. Ein kurzer Satz an die ganze Runde, dazu eine Frage, die jede beantworten kann. Nach ein paar Minuten wendest du dich ihr direkter zu. Wenn die Gruppe merkt, dass du freundlich bist und niemanden wegziehen willst, entspannt sich die Lage spürbar.

Und wenn eine Freundin trotzdem abblockt? Dann hat sie vielleicht einen Grund, den du nicht kennst. Freundlich verabschieden, weitergehen.

In eine ruhigere Ecke wechseln

Ein gutes Gespräch braucht irgendwann einen Ort, an dem man nicht schreien muss. Wenn ihr euch nach ein paar Minuten gut unterhaltet, sag es einfach: „Draußen versteht man sich besser. Kommst du kurz mit?“ Außenbereich oder Lounge sind fast immer leiser als die Tanzfläche.

Zwei Dinge sind dabei wichtig. Sie sagt ihren Freundinnen Bescheid, wo sie ist, und das unterstützt du ausdrücklich. Und wenn sie lieber bleibt, ist das in Ordnung. Ein Nein zum Ortswechsel ist noch kein Nein zu dir. Ihr redet dann eben dort weiter, wo ihr steht, oder du lässt sie zurück zu ihrer Runde.

Nummer statt Drink-Einladung

Viele Männer glauben, ein ausgegebener Drink sei der Eintritt ins Gespräch. Ich halte das für einen Fehler. Ein Drink kauft dir ein paar Minuten Höflichkeit, kein Interesse. Ausführlicher habe ich das in soll ich ihr Drinks ausgeben oder nicht aufgeschrieben.

Besser: Frag nach ihrer Nummer, solange das Gespräch gut ist. Nicht um vier Uhr, wenn sie ihre Jacke sucht. „Ich würde das gern fortsetzen, wenn wir uns nicht anschreien müssen. Gibst du mir deine Nummer?“ Wer so fragt, macht klar, dass er sie wiedersehen will, nicht nur heute Nacht. Und wenn sie Nein sagt, hast du immerhin ein schönes Gespräch gehabt.

Die Übung für deinen nächsten Clubabend

Mach mit deinen Kumpels vorher eine Abmachung: Jeder spricht im Laufe des Abends drei Menschen an, allein, ohne dass die Gruppe zuschaut. Nicht drei Frauen, die dir gefallen. Drei Menschen. Der Typ an der Bar zählt, die Frau, die ihre Garderobenmarke sucht, zählt auch.

Das erste Gespräch führst du in der ersten halben Stunde, bevor die Musik richtig laut wird. Kein Nummernziel, keine Auswertung danach. Nur drei kurze Gespräche, danach feierst du ganz normal weiter.

Mach das ein paar Wochenenden hintereinander. Irgendwann merkst du, dass die Säule ihren Reiz verloren hat. Für den Anfang hilft ein Laden mit Außenbereich oder ruhigerer Bar. Wer in Berlin ausgeht, findet Anregungen in meiner älteren Liste die besten Clubs zum Flirten, prüf aber vorher kurz, ob der Laden noch so läuft wie damals.

Häufige Fragen

Wollen Frauen im Club überhaupt angesprochen werden?

Manche ja, manche nicht. Viele Frauen sind mit Freundinnen da, um zu feiern, und freuen sich trotzdem über ein normales Gespräch. Was sie nicht wollen, ist Bedrängtwerden. Wenn du kurz, freundlich und ohne Berührung ansprichst und ein Nein sofort akzeptierst, wird kaum eine Frau dir das übelnehmen.

Wie viel sollte ich vorher trinken?

Weniger, als du denkst. Ein Bier lockert, ab dem dritten wirst du lauter, aber nicht interessanter. Viele Männer trinken sich Mut an und merken nicht, dass sie dabei näher kommen, als es angenehm ist. Wenn du am nächsten Tag überlegen musst, was du gesagt hast, war es zu viel.

Was mache ich, wenn sie mich nach dem ersten Satz abblitzen lässt?

Kurz nicken, „viel Spaß noch“ und weiter. Du musst nichts nachlegen und dich für nichts rechtfertigen. Ein kurzes Nein im Club kann hundert Gründe haben, von der Lautstärke bis zum Streit mit der Freundin vor fünf Minuten.

Der ehrliche Schluss

Du kannst diesen Text lesen, nicken und am Samstag wieder an der Säule stehen. Das ist kein Vorwurf. Wissen allein holt dich nicht von der Säule weg. Was hilft, sind Abende, an denen du es tust und hinterher jemand mit dir auswertet, was passiert ist.

Dafür gibt es das Wochenendseminar. Samstagabend gibt es dort Theorie und Praxis in Bars und Clubs, live begleitet. Am Sonntag werten wir den Abend gemeinsam aus. Das Wochenende kostet 997 € inklusive sechs Wochen Nachbetreuung. Wenn du vorher erst einmal ausprobieren willst, wie ich arbeite, fang mit dem kostenlosen Crashkurs an.

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