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Power Poses steigern dein Selbstbewusstsein in nur 2 Minuten – Neue Körpersprache Studie

Deine Körperhaltung hat Einfluss auf dein Selbstbewusstsein!

Amy Cuddy, Psychologin der Harvard Business School hat in Studien herausgefunden, dass unsere Körpersprache einen enormen Einfluss auf unseren Hormonhaushalt hat und Hochstatus-Gesten (sog. High Power Poses) unser Selbstbewusstsein steigern. Die Harvard Studien wurden bisher nur im Business-Kontext aufgegriffen, doch welche Bedeutung haben die neuen Ergebnisse der Wissenschaftlerin fürs Flirten?

Von Horst Wenzel

Nach Cuddy’s Erkenntnissen müssten wir jedem schüchternen Mann, um sein Selbstbewusstsein zu steigern, empfehlen sich vorm feiern oder direkt vor einem Date zwei Minuten in einer Gewinner-Pose zu verharren. In einer offenen, Platz-einnehmenden Körperhaltung mit Armen nach oben oder hinter dem Kopf, sitzend oder stehend.

Eine selbstbewusste Körperhaltung lässt unsere Hormone tanzen und macht uns Menschen nach Aussagen der Havard Forscherin tatsächlich spürbar selbstbewusster. Genauer gesagt, je dominanter die Körperhaltung, die wir einnehmen, desto höher steigt unser Testosteron Level (Dominanzhormon) und je geringer wird unser Cortisol Level (Stresshormon).


 

Erstmals hat unser Flirt University Psychologe Mike Kleist im November in seinem Vortrag bei der Singles-Konferenz  in Dortmund auf das Potential der Selbstbewusstsein steigernden Körperhaltungen für den Flirtkontext aufmerksam gemacht, „es geht bei den High Power Poses nicht um das Gespräch mit jemand anderem, sondern es geht um die Kommunikation mit dir selbst“.

Kleist erklärte weiter, „in nur 2 Minuten kannst du damit dein eigenes Selbstbewusstsein steigern sowie deine Durchsetzungsfähigkeit messbar nach oben treiben.“ Das Prinzip des Power Posings ist, dass durch eine Körperhaltung der Gewinner vom Körper auch der Hormonmix der Gewinner ausgeschüttet wird.

Ähnlich funktioniert eine Mechanik unseres Körpers, wenn es um Lächeln geht. Wir lachen, wenn wir gute Laune haben, das Prinzip funktioniert aber auch anders herum, beschreibt Kleist. Mache den Selbst-Test: Lächele von nun beim Lesen dieses Artikels  den Bildschirm an und selbst, wenn es dir etwas gekünstelt vorkommt, wirst du zu Ende des Textes ein starkes Gefühl von Fröhlichkeit spüren.

Selbstbewusste Körpersprache macht
den Unterschied beim Flirten

Körpersprache macht einen kaum zu unterschätzenden Unterschied in sozialen Situationen. Schauen wir uns folgende Situation an: die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der ehemalige Französische Präsident Nicolas Sarkozy stehen sich im rechten Bild konfrontativ und in der linken Aufnahme sehr harmonisch gegenüber. Die Szene zeigt sehr plastisch, dass Körpersprache erheblich das kommunikative Gefühl bestimmt, das zwischen den Agierenden und ihrem beobachtendem Umfeld entsteht.

Deine Körperhaltung verstärkt deine Hormonveränderungen beim Flirten

Hast du kein Selbstwertgefühl spiegelt sich dies in deiner Haltung wieder, andere sehen es und werden dich einordnen. Dass Körpersprache fürs Flirten einen großen Einfluss hat war bekannt, dass sich diese Haltung aber auch auf unseren Hormonspiegel auswirkt und damit auch die Körpersprache während der Interaktion zwischen Mann und Frau unsere Gefühle messbar mitbestimmt, sorgte bei der FlirtUniversity für großes Staunen.

Damit werden Männer, die beim Flirten eh eine unvorteilhafte devote Körpersprache an den Tag legen durch ihre Gefühle weiterhin negativ bestärkt. Wohingegen Herren, die mit ihrem Körper eine vorteilhafte, dominante Pose vor den Damen einnehmen durch ihre positiven Hormone noch selbstsicherer, schlagfertiger und durchsetzungsstärker werden.

Womit Letztere von der Natur aus für erfolgreiche Flirts mit enorm wichtigen Schlüsselfähigkeiten bestärkt werden.

Wie du dich beim Flirten sozial einordnest verraten deine Gesten, weiß der Körpersprache-Experte Sammy Molcho. Langsame und elegante Bewegungen, ein unverkrampft gelassenes (aristokratisches) Lächeln sowie eine aufrechte und stille Kopfhaltung demonstrieren einen hohen sozialen Status. Du wirkst selbstsicherer, wenn du dich beim Flirten locker zurücklehnst, ruhig bleibst, kräftig und nicht zu leise sprichst und dabei symmetrische Gesten wählst.

Selbstsicher wirkst du auch, wenn du mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehst und deine Hände vor dem Torso hältst. Umgekehrt verrät jemand Unsicherheit und damit niedrigen sozialen Status, der beim Sitzen oder Stehen die Füße nach innen dreht oder artig nebeneinander stellt. Wenn jemand schnelle, ruckartige Schritte tätigt zeigt Indikatoren von Niedrigstatus-Gesten.

Wer beim Reden die Hände in die Hosentaschen oder diese zusammengekauert unterm Tisch versteckt, macht sich ebenfalls klein. Zudem entscheidet auch dein Blickkontakt über den sozialen Rang, den du bei deinen Gesprächen einnimmst.

Selbstbewusstsein steigern und authentisch auftreten

Bei der Flirt University sind wir davon überzeugt, dass es keinen Sinn macht Körpersprache zu faken, da dies unauthetisch wirkt. Deswegen arbeiten wir in unseren Flirtcoachings daran, dass sich die eigene Einstellung zu sich selbst und die Kontaktaufnahme zu anderen bessert.

Zudem helfen wir unseren Klienten sich zu einer extrovertierten und selbstsicheren Persönlichkeit zu entwickeln, wodurch deine Körpersprache automatisch verbessert wird. Trotzdem ist es hilfreich ein gutes Körperbewusstsein zu bekommen und zu wissen, wie man durch seine eigene Mimik und Gestik auf andere Menschen wirkt.

Hast du eine selbstbewusste Körpersprache –
mache jetzt den Check fürs Flirten!

Frage dich, wie deine Position beim Flirten ist: machst du dich dabei kleiner, als du eigentlich bist? Vielleicht sitzt du im Gespräch mit deiner Flirtpartnerin gekrümmt, ziehst deine Schultern hoch oder hast deine Beine übereinander geschlagen? Vielleicht hast du deine Arme verschränkt oder du hältst dich an deinem Unterarm fest.

In den Videoanalysen der Live Flirts bei unseren Flirtcoachings stellen wir diese Körperhaltungen häufig fest, bei Teilnehmern, die uns vorher mitgeteilt haben, dass ihr Selbstwertgefühl ein besseres sein könnte. Es ist unser Kopf, der uns zwingt derartige Niedrigstatus-Gesten anzunehmen. Wir tun uns dabei beim Flirten wahrlich keinen Gefallen.

Es passiert genau das Gegenteil von dem, was Hochstatus-Gesten bewirken. Sprich, wir fühlen uns unsicher in einer gewissen Situation und durch das annehmen einer Körperhaltung, die dies ausdrückt, fühlen wir uns wiederum noch unsicherer der Frau gegenüber. Deshalb ist es so wichtig, sich z.B. durch unsere Videoanalyse genau diesen Gesten bewusst zu werden, um das eigene Selbstbewusstsein durch dadurch resultierende Misserfolge beim Flirten nicht noch mehr zu schädigen.

Selbstbewusstere Anführer bei den Affen haben High Power Poses

Die Havard-Forscherin Amy Cuddy ließ sich von Erkenntnissen aus der Tierwelt inspirieren. Bei Primaten, die mit den gleichen Hormonen ausgestattet sind, wie wir Menschen, hat das führende Alpha-Männchen, etwa der Silberrücken bei Gorillas, ein weit höheres Testosteron-Level und ein geringes Level an Corisol im Körper. Wenn es in einer Affenhorde zu einem Führungswechsel kommt, steigt in der neuen Rolle des neuen Alpha-Männchens der Testosteron-Spiegel an und sinkt die Cortisol-Konzentration im Blut rapide ab.

In einem Versuchsaufbau teilten Amy Cuddy und ihre Kollegen Dana R. Carney und Andy J. Yap von der Columbia University 42 Männer und Frauen in zwei Gruppen auf. 21 Menschen wurden zwei Minuten lang gebeten, besonders kraftvolle Hochstatus-Posen einzunehmen, etwa ihre Füße auf dem Tisch zu legen und dazu die Hände hinter dem Kopf zu verschränken.

Die andere Gruppe musste genau entgegengesetzte Posen einnehmen: Im Stuhl sitzen, Arme eng zusammen, Hände auf dem Schoß. Oder stehend mit Armen und Beinen verschränkt. Dabei nahmen die Forscher vorher und hinterher Blutproben von ihren Probanden und untersuchten vor allem deren Cortisol- und Testosterongehalt im Blut.

Das Ergebnis ist verblüffend: Bei der ersten Power-Poser-Gruppe sank der Cortisol-Spiegel im Schnitt um 25 Prozent, der Testosteronlevel indes stieg um satte 19 Prozent – bei Männern wie Frauen. Bei der zweiten Gruppe, die gebeten wurde sich klein zu machen stieg dagegen der Cortisolwert um 17 Prozent, der Testosterongehalt sank derweil um 10 Prozent.

Bei anschließenden Tests erfüllten die Probanden der ersten Gruppe wichtige Faktoren für erfolgreiche Flirts. Sie fühlten sich selbstsicherer und zeigten sich in einem Nebenexperiment risikobereiter und waren in einer danach gestellten stressvollen Bewerbungssituation für ihren Traumjob mit Abstand überzeugender. Der „New York Times“-Kolumnist David Brooks hat die Studie zusammengefasst mit, “If you act powerfully, you will begin to think powerfully.”

Die Erkenntnisse aus Harvard bestätigen uns als FlirtUniversity darin, dass für einen Veränderungsprozess die neue Identität, die man als Mensch einnimmt viel wirkungsvoller ist, als ein Verhalten zu adaptieren.

Power Posing bringt dir den Hormonmix der Gewinner

Hormone bestimmen unter anderem mit darüber, wozu wir Lust haben. Sie steuern fürsorgliches, soziales, sexuelles und aggressives Verhalten. Unsere Hormone haben Einfluss darauf, ob wir redselig oder zum Flirten aufgelegt sind, ob wir Lust zum Kuscheln haben, uns Sorgen um andere machen, ob wir mit Wettbewerbern konkurrieren oder die Initiative beim Sex ergreifen.

Der Hormonmix der Gewinner besteht aus einer hohen Konzentration des Dominanzhormons Testosteron und einer besonders niedrigen Dosis des Stresshormons Cortisol im Blut.

Stressresistenz ist fürs Flirten eine sehr gute Eigenschaft, um auch bei heißen Wortgefechten beim Flirt einen kühlen Kopf zu bewahren. Selbstbewusstes Agieren wird beim Flirten als attraktiver wahrgenommen. Die eigentliche Funktion von Cortisol ist das Freisetzen der Energiereserven des Körpers als Vorbereitung auf eine schwierige Situation, wie das meistern eines Dates.

Das Stresshormon Cortisol wird von der Nebennierenrinde ausgeschüttet und bereitet uns im Alltag eher Sorgen, es bringt oft Anspannung und ein Gefühl von Panik mit sich. Beim Flirten sind dies genau die falschen Voraussetzungen. Gute Chancen haben hingegen Männer mit einem hohen Testosteron-Spiegel, diese wirken betörender auf Frauen.

Diverse Studien haben gezeigt, dass Damen Männer mit einem hohen Testosteron-Level bevorzugen. Die körperlichen Symptome, wie Muskelaufbau und Bartwuchs sowie das verstärkte dominantere Verhalten in Gruppensituationen werden von einer großen Mehrheit der Damen als sehr anziehend beschrieben.

Wie sich dein Testosteron-Level beim Flirten verhält

Testosteron scheint im engen Zusammenhang mit der männlichen Flirt-Motivation zu stehen. Ein Forschungsteam um James Roney von der Universität Chicago gab 18- bis 36-jährigen Studenten je zehn Dollar für die Teilnahme an einem Speicheltest.

Die Forscher ließen die Teilnehmer des Experiments im Unklaren darüber, dass dabei ihr Testosteron-Gehalt im Speichel bestimmt wurde. Die Studenten wurden von attraktiven Frauen, die knapp über zwanzig Jahre alt waren, in das Experiment miteingewiesen.

Lächelten die Frauen die Studenten bei der Speichelprobe an oder zwinkerten sie ihnen zu, stieg der Testosteron-Spiegel im Speichel der Probanden sofort um dreißig Prozent an, fanden die Forscher aus Chicago heraus. Je höher der Anstieg war, um so nachdrücklicher berichteten die Frauen in einer anschließenden Befragung, dass die Probanden sich bei ihren Anspielungen direkt in Pose gesetzt hätten und mit ihnen flirten wollten.

Angeregte Flirts lassen deine Hormone tanzen

Wissenschaftler der Universität Kalifornien haben zudem herausgefunden, dass Männer durchs Flirten nachweislich Stress abbauen. Männer werden, sobald diese sich auf einen Flirt konzentrieren, schlagartig deutlich konzentrierter.

Das kalifornische Forschungsteam ließ rund 150 Probanden mit altersmäßig passenden, gut aussehenden Frauen und Männern eine Unterhaltung führen, danach wurde jeweils der Hormonspiegel gemessen. Auch diese Studie zeigte, dass bei den Herren die Anwesenheit von hübschen Frauen die Hormone regelrecht beflügelten.

In dem Test der kalifornischen Forscher stieg das Level von Testosteron ebenfalls signifikant an, es wurde zudem auch beträchtlich mehr Cortisol bei flirtenden Männern gemessen. Cortisol, dass sich erst beim Flirt aufbaute führte bei den untersuchten Männern zu positivem Stress sog. Eustress.

Falls hingegen vorher schon ein hohes Level an Cortisol vorhanden war und der Mann quasi gestresst in den Test startete, wirkte sich das Hormon negativ aus und führte beim Flirten zu Überforderung, Nervosität und Panik: Symptome von negativem Stress sog. Dysstress. Genau hier knüpfen die Ergebnisse der Havard-Psychologin Cuddy an, die erklärt, dass die beschriebenen Power-Poses ähnlich wie regelmäßiger Sport zu einer positiven Auswirkung bei Stress-Situationen führen.

Unsere Erfahrung zeigt, dass bei Männern, die Frauen kennenlernen wollen und sich ihrer Rolle als Verführer unsicher sind, Flirten schnell zum negativen Dysstress führt. Die Hochstatus-Gesten könnten gerade diesen Männern in Zukunft helfen mit gesteigertem Selbstbewusstsein und einer höheren Stress-Toleranz zukünftig eine bessere Figur beim Flirten abzugeben.

Mit Power Posing: Kleiner Glücksschub gefällig?

Und hast du bis gerade gelächelt? In jedem Fall dürfte dir die Wirkung deines Körpers auf deine Gefühlswelt bewusst geworden sein und dass Körpersprache nicht nur in eine Richtung funktioniert. Lächelst du, bringt das deine Laune automatisch nach oben. Du kannst dir zudem heute einen zusätzlichen kleinen Glücksschub holen.

Als Bindungs- und Glückshormone gelten Oxytocin und Dopamin. Beide werden in größeren Mengen bei Verliebten ausgeschüttet. Diese Hormone bewirken eine starke Motivation, immer wieder nach einer engen Beziehung zu streben. Säugetieren, denen man Oxytocin oder Dopamin injiziert, entwickeln spontan ein Kuschel- oder Paarbildungsverhalten.

Insbesondere Oxytocin aktiviert beim Menschen Vertrauensmechanismen im Gehirn. Aufschlussreich ist ein Experiment, das man mit Paaren durchgeführt hat: Wird jemand mindestens 20 Sekunden lang von seinem Partner umarmt, so wird im Gehirn automatisch Oxytocin freigesetzt. Umarme heute also jemanden oder falls dir diese Person noch fehlt, verharre vor dem nächsten Date zwei Minuten lang eine Power-Pose, um dein Selbstbewusstsein steigern zu können.

Quellen:
Lambert, Craig. „The Psyche on Automatic: Amy Cuddy Probes Snap Judgements, Warm Feelings, and How to Become an ‚Alpha Dog'“. Cover Story. Harvard Magazine. Retrieved 29 May 2012

M. Knapp, J. A. Hall (2006). Nonverbal Communication in Human Interaction. Belmont, CA: Thomson Wadsworth

Roney, J. R., Lukaszewski, A. W., & Simmons, Z. L. (2007). Rapid endocrine responses of young men to social interactions with young women. Hormones and Behavior, 52, 326-333.

Cuddy, Amy. „Game Changers, Innovators and problem solvers that are inspiring change in America“. TIME Specials. TIME, Inc. Retrieved 23 June 2012.

Samy Molcho (1990) Partnerschaft und Körpersprache, ISBN-13: 978-3442127184

Roney, J. R. (2009). The role of sex hormones in the initiation of human mating relationships. In P. T. Ellison & P. B. Gray (Eds.), The endocrinology of social relationships (pp. 246-269).
Cambridge, MA: Harvard University Press.

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