Bist du ein Mann oder eine Frau?
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Du bist über beide Ohren verliebt und ihr habt euch für eine Hochzeit entschieden, um das Glück perfekt zu machen?

Glückwunsch, heiraten kann eine wunderbare Sache sein und symbolisiert einen wichtigen Schritt in die gemeinsame Zukunft. Damit die Feier nach euren Vorstellungen realisiert werden kann, braucht es allerdings eine durchdachte Planung. Dieser Ratgeber macht anhand von zehn Schritten auf wesentliche Faktoren der Organisation aufmerksam.

1. Budget

Bevor du Angebote einholst, Dienstleister buchst und das Hochzeitsoutfit kaufst, ein zentraler Rat: Lege ein Budget fest! Das ist einer der Punkte auf der To-do-Liste für die Hochzeit, die leider viele Paare vernachlässigen. Wer sich jedoch ohne festgelegtes Limit in die Organisation stürzt, wird früher oder später mit einer Gesamtsumme konfrontiert, die mit großer Wahrscheinlichkeit höher ausfällt, als zunächst angenommen.

Hochzeiten können Unmengen an Geld verschlingen und gerade ohne finanziellen Rahmen läuft das Ganze schnell aus dem Ruder. Im Idealfall legt ihr gemeinsam vor Beginn der Planung einen Betrag X fest, den ihr wiederum auf die verschiedenen Teilbereiche aufteilt. Die folgende Tabelle dient als Orientierung bezüglich typischer Kostenfaktoren:

Trauung Kirche, Saalmiete, Dekoration, eventuell freier Theologe
Sektempfang Getränke / Häppchen / Service
Location Raummiete, Service, Tisch-Dekoration
Menü Essen und Getränke, Hochzeitstorte
Kleider Hochzeitskleid, Anzug, Schuhe, Accessoires
Kosmetik KosmetikManiküre, Friseur usw.
Ringe Eheringe, Gravur
Blumen Brautstrauß, Autoschmuck, Boutonnière
Musik DJ, Liveband
Fotografie Fotografie Fotograf, Fotobücher usw.
Druckartikel Einladungen, Dankeskarten, Menükarten usw.

Dass keine 20.000-Euro-Hochzeit erforderlich ist, um eine lange und glückliche Ehe zu führen, verdeutlicht eine Studie aus den USA. Wie das Magazin Cosmopolitan.de berichtete, ist das Scheidungsrisiko sogar höher, je teurer die Hochzeit ausfällt. „Kostet die Hochzeit 20.000 Dollar oder mehr, ist das Risiko einer Scheidung demnach um das 1,6-fache erhöht.“

Die beiden Forscher Andrew Francis und Hugo Mialon der Emory Universität in Atlanta befragten für ihre Studie über 3.000 jemals Verheiratete in den USA. Grund für das höhere Scheidungsrisiko seien laut Forschern die finanziellen Probleme, die mit übertriebenen Ausgaben beim Heiraten einhergehen. Die sorgten für Stress und Verschuldung.

Keine gute Basis für eine Ehe. Du kannst dich daher zurücklehnen, falls du dir aus der Hochzeitsindustrie wenig machst und keine Lust auf Schulden hast, die aufgrund eines einzigen Tages entstehen. Und nur, weil du kein Vermögen ausgibst, heißt das nicht, dass du auf eine unvergessliche Feier verzichten musst!

perfekte Hochzeit

2. Planung

Um deine Hochzeit entspannt und mit Spaß an der Sache zu organisieren, musst du frühzeitig starten. Die ersten Punkte auf der To-do-Liste betreffen das Hochzeitsdatum, die Trauung und die Location. Mit diesen Themen solltest du dich rund ein Jahr vor dem Termin beschäftigen. Insbesondere die Suche nach der Location wird immer schwieriger, je näher der Hochzeitstag rückt. Auch die Gästeliste solltest du zu Beginn der Planung anfertigen. Denn die Anzahl der Gäste hat großen Einfluss auf Budget und Location.

Um dir die stressfreie Organisation zu erleichtern, hier ein grober Zeitplan:

  • 12 Monate vorher: Datum festlegen, Gästeliste erstellen (ungefähr), Gedanken über Location, Standesamt und Kirche machen und falls möglich, direkt reservieren
  • 6-9 Monate vorher: Location/Kirche buchen, Anmeldung beim Standesamt, Fotograf buchen, DJs/Bands und Florist anfragen, Planung der Hochzeitsreise, Trauzeugen wählen
  • 4-6 Monate vorher: Übernachtungen für Gäste organisieren, Einladungen verschicken

Dies ist längst keine vollständige Hochzeits-Checkliste, denn die ist je nach Paar sehr individuell. Sie soll lediglich einige Eckpunkte darstellen. Das Onlineportal für Heiratswillige Hochzeit.com präsentiert ausführliche Checklisten rund um die Organisation sowie weiterführende Tipps zum Zeitplan.

3. Gäste

Die Gästeanzahl beeinflusst zwei wesentliche Kostenpunkte: Location und die Feier selbst inklusive Essen und Trinken. Grundsätzlich solltest du nur Menschen einladen, die du auch tatsächlich bei eurem großen Tag dabei haben möchtest. Pflicht-Einladungen sollte es keine geben. Egal ob die Tante, mit der du schon seit Jahren keinen Kontakt mehr pflegst, die Cousine, die du nicht leiden kannst oder der Kumpel, der eigentlich schon lange keiner mehr ist: Setz Prioritäten! Dein Geldbeutel dankt es dir!

Sologamie

4. Die Feier

Verabschiede dich von Klischees und den Erwartungen anderer. Konzentriere dich darauf, was du selbst und deine bessere Hälfte möchte. Es geht um euren großen Tag und der sollte nach euren Vorstellungen ablaufen. Wenn ihr also ein Fest in einer urigen Scheune feiern wollt, eine Mittelalterhochzeit anstrebt oder am liebsten zu zweit am Strand in Thailand heiraten würdet, dann macht genau das und lasst euch nicht davon abbringen. Es wird immer jemanden auf der Gästeliste geben, der eure Art zu Feiern vielleicht nicht so gut findet. Aber man kann es nie allen Recht machen und das sollte auch nicht das Ziel sein.
Tipps zur Hochzeitsdekoration findest du hier.

5. Outfit

Gleiches gilt für das Outfit. Auch dabei solltest du nach eigenem Geschmack handeln und dich nicht anhand der Meinung von Eltern, Freunden und Bekannten zu etwas verleiten lassen. Du willst einen auffälligen Anzug und Sneakers oder ein schlichtes Kleid in Blau tragen? Warum nicht!

6. Fotografie

Fotos von der Hochzeit sind nicht nur für dich und deinen Partner eine schöne Erinnerung, auch Gäste freuen sich über ein Foto, das du zum Beispiel der Dankeskarte beilegen könntest. Ein Muss für eine Hochzeit ist ein professioneller Fotograf. Keinesfalls solltest du aufgrund von Sparmaßnahmen einen Gast bitten die Fotos zu machen. Es sei denn es handelt sich um einen Fotografen, der sich dazu bereiterklärt. Ansonsten ist ein Profi immer die bessere Wahl. Du würdest dich ärgern, wenn es am Ende keine guten Bilder gibt, sondern lediglich verwackelte Schnappschüsse. Spare lieber an anderer Stelle!
Vergleichen ist entscheidend, denn die Preise variieren stark.

Sologamie

7. Musik

Um die musikalische Begleitung musst du dich frühzeitig kümmern. Gute DJs und Livebands sind oft gnadenlos ausgebucht. Wer zu spät kommt, hat das Nachsehen.

8. Delegieren

Ein ganz wichtiger Punkt! Denn ohne Hilfe, wird deine Hochzeit kein Vergnügen, sondern purer Stress. Es gibt viele Aufgaben, die sich wunderbar an Freunde und Verwandte delegieren lassen. Die sind in der Regel dankbar, wenn sie ihren Teil zu einem gelungenen Fest beitragen können. Formuliere deine Wünsche aber klar, um Missverständnissen vorzubeugen.

9. Erwartungen eindämmen

Zu hohe Erwartungen führen zwangsläufig zu Enttäuschungen. Verabschiede dich vom Bild der perfekten Hochzeit und freue dich lieber auf ein schönes Fest im Kreise deiner Liebsten. Es gibt kaum eine Hochzeit, an der nicht irgendetwas schiefgeht. Mit einer guten Planung kannst du zwar den großen Fauxpas vermeiden, aber ein kleines Malheur ist immer drin und sollte kein Grund zur Panik sein. Gerade bei Hochzeiten, wo viele Erledigungen an andere vergeben werden müssen, hast du als Gastgeber nicht alles in der Hand. Wenn du locker an die Feier herangehst und versuchst den einmaligen Tag und die Anwesenheit deiner Gäste zu genießen, wirst du deutlich mehr Freude haben.

10. Fehler meiden

Damit du trotz aller Entspanntheit nicht die typischen Fehler machst, wirf einen Blick in den folgenden Videoratgeber von Hochzeitsplanerin Svenja. Sie weist auf die zehn schlimmsten Fehler der Hochzeitsplanung hin:

Bildquelle: adamkontor; StockSnap; StockSnap / https://pixabay.com

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