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Die große Liebe? Die Wissenschaft hinter dem Verlieben

Wie entsteht das Gefühl von Liebe?

Die große Liebe? So gerne wir auch glauben, dass Gefühle etwas geradezu Mystisches, Unerklärliches und rein Emotionales sind, gibt es doch wissenschaftliche Anhaltspunkte, denen zufolge sehr viel in unserem Liebesleben von chemischen Reaktionen bestimmt wird.

Zuerst einmal müssen wir feststellen, dass unser Gehirn das Herz nicht alleine entscheiden lässt. Und nicht nur das. Alle unsere fünf Sinne spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht den richtigen Partner unter all den Menschen, die uns tagtäglich begegnen, auszumachen.


Sind wir also fremdbestimmt? Hat unser Herz kein Wörtchen mitzureden?

Unsere Sinne sind sozusagen die Jury, die über eine vorhandene oder eben fehlende Anziehung entscheidet. In dieser Jury hat jedes Mitglied ein Vetorecht, das dazu führt, dass wir aufgrund unseres Geruchs- oder Tastsinns nicht mehr zu einer gewissen Person hingezogen sind.

Aber wie entscheiden die einzelnen Jurymitglieder, ob jemand richtig oder falsch für uns ist?

Den ersten Kontakt machen die Augen, die eine Person als schön bewerten oder eben nicht. Auch wenn die Schönheitsideale variieren, so ist es doch von der Natur vorgegeben, was wir schön finden und was nicht. Zeichen der Jugend, Fruchtbarkeit und Gesundheit, wie beispielsweise langes, glänzendes Haar oder weiche, makellose Haut, werden von uns unbewusst als sichere Zeichen von reproduktiver Eignung gewertet und machen einen Menschen äußerst attraktiv.

Wenn den Augen nun gefällt, was sie sehen, nähern wir uns dem – gewollt oder ungewollt – so dass unsere anderen Sinne wichtige natürliche und chemische Signale, die physische und genetische Informationen vermitteln, aufnehmen und auswerten können.

Während die männliche Nase wohlwollend auf einen steigenden Hormonspiegel reagiert, sind Frauen nicht viel anders. Frauen finden Männer attraktiv, deren MHC-Moleküle sehr verschieden zu ihren sind. Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Diese Gegensätzlichkeit birgt einen großen Vorteil für den Nachwuchs, denn eine gute Durchmischung der Gene stellt eine größere Immunvielfalt und damit eine höhere Überlebenschance sicher.

Welchen Einfluss deine Stimme hat, ob sich Jemand in dich verliebt

Kommen wir nun zu den Ohren: Während Männer Frauen mit hohen und gehauchten Stimmen, die einen schmalen Körper indizieren, bevorzugen, wollen Frauen Männer mit tiefen Stimmen, die eine kräftigere Körpergröße vermuten lassen.

Die große Liebe

Das Berühren darf aber keineswegs außer Acht gelassen werden. Durch das Anfassen bekommen wir den Eindruck, dass unser Gegenüber eine angenehme, soziale, großzügige und fröhliche Persönlichkeit besitzt.

Der erste Kuss wird unterschätzt

Last, but not least, ist der große und nicht zu unterschätzende erste Kuss von großer, entscheidender Bedeutung. Mit einem Kuss werden wichtige Informationen über den jeweils anderen ausgetauscht, vom Geruch bis hin zum Geschmack. Ein schlechter Kuss kann jede Anziehung zunichte machen.

Die große Liebe?

Wenn dieser Kusstest bestanden wird, steht der großen Liebe nichts mehr im Wege. Auch wenn alle diese Hürden schier unüberwindbar erscheinen, können wir uns doch sicher sein, dass der Partner dann auch garantiert gut zu uns passt. Dem Körper sei Dank!

Quelle/Source: TED Ed Talk „The science of attraction“ von Dawn Maslar

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