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Du willst wissen, wie du die Vergangenheit loslassen kannst?

Es gibt Situationen im Leben, die berauben uns um jegliche Kraft. So etwa die Trennung, die nicht von uns aus ging. Der Moment, als wir erfahren haben, dass wir betrogen wurden, hat uns den Boden unter den Füßen weggerissen. Wir wussten nicht, wo uns der Kopf steht.

Wir waren enttäuscht, wütend und verletzt. Zeit zum Nachdenken hatten wir nicht. Stattdessen haben wir uns direkt um eine neue Wohnung gekümmert, unsere sieben Sachen gepackt und sind ausgezogen. Gerade in der Anfangszeit im neuen Heim hatten wir jedoch genügend Zeit um über alles nachzudenken. Wir haben gegrübelt und uns den Kopf zermatert.


Mittlerweile sind seitdem viele, viele Monate ins Land gezogen. Wir können über das Thema sprechen, ohne dabei an die Decke zu gehen oder in Hasstiraden zu verfallen. Dennoch merken wir, dass wir einfach nicht die Vergangenheit loslassen können. Beinahe jede Nacht sehen wir das Gesicht der Ex vor unsere, geistigen Auge. Wir denken an unzählige Situationen. Uns fallen zahlreiche belanglose Streitigkeiten ein, für die wir uns im Nachhinein schämen.

Wir schaffen es einfach nicht, mit dem Thema abzuschließen und schaden uns damit selbst.

Wer nicht loslassen kann, fügt sich selbst enormen Schaden zu

Weshalb ist es überhaupt so wichtig, mit der Vergangenheit abzuschließen?

Die Vergangenheit loslassen, das klingt wirklich leicht. Wahrscheinlich haben auch deine Freunde schon ein paar Mal diesen Satz bei Gesprächen mit dir fallen lassen. „Mensch Robin, die Trennung ist doch jetzt schon so lange her. Konzentriere dich auf das was kommt, nicht auf das was war.“

Doch in der Theorie lässt sich vieles leicht sagen, insbesondere dann, wenn man selbst nicht betroffen ist. Nicht, dass du dir dies in der Praxis nicht ebenfalls schon häufiger vorgenommen hättest. Aber es funktioniert einfach nicht.

Doch was ist eigentlich das Schlimme daran, wenn wir nicht loslassen? Ist es eine absolute Notwendigkeit, Dinge irgendwann auf sich beruhen zu lassen?

Wem es nicht gelingt die Vergangenheit loszulassen, der schadet sich damit mehr, als ihm in dem Moment bewusst ist. Wir wollen wir erklären, warum dem so ist.

Es gibt Erlebnisse, die prägen sich schmerzhaft in unser Hirn ein. So etwa der Moment, in dem sie uns beichtet, uns seit Monaten zu betrügen. Der Augenblick, in dem wir zum Augenzeugen eines schrecklichen Unfalls werden. Der Moment, in dem wir unseren eigenen Vater mit einer anderen Frau erwischen.

Diese Momente sind mehr als qualvoll.

Wem es nun nicht gelingt mit diesen abzuschließen, der durchlebt dieses grausame Szenario immer wieder gedanklich. Er setzt sich jeden Tag aufs Neue dieser schmerzhaften Erfahrung aus und verletzt sich damit immer wieder. Die Trauer, die Wut, die Enttäuschung, all diese negativen Emotionen werden am Leben erhalten und vergiften uns tagtäglich aufs Neue die Freude am Leben. Wir berauben uns um unsere Energie, mit der wir normalerweise durch unser Leben spazieren.

Dies wiederum führt dazu, dass wir uns allgemein verändern. Wir verlieren nach und nach unsere unbeschwerte Art. Unsere Lockerheit und Entspannung. Wir vergessen, wie viel Freude wir früher im Leben hatten und mit wie viel Glück wir erfüllt gewesen sind. Stattdessen nehmen wir verstärkt nur noch Negatives um uns herum wahr. Wir fokussieren uns förmlich darauf. Und wer seinen Fokus auf Schlechtes lenkt, der wird wiederum nur Schlechtes sehen, wodurch die neue, pessimistische Weltanschauung natürlich bestätigt wird.

Wird im Freundeskreis derzeit ebenfalls jemand betrogen, posaunen wir laut heraus „Frauen, sind doch alle gleich. Wollen nur Geld und betrügen!“

Dass vier andere Pärchen bei unseren Freunden mehr als glücklich sind und sogar heiraten wollen, das ignorieren wir natürlich.

Wir verlieren uns selbst und bemerken dies nicht einmal.

Die Vergangenheit loslassen und sich auf die Gegenwart besinnen und das Leben genießen

Was können wir tun wenn wir merken, dass wir die Vergangenheit nicht loslassen können?

Meist wissen wir all zu gut, dass es für uns selbst besser wäre, wenn wir die Vergangenheit loslassen würden und uns stattdessen auf das besinnen, was die Zukunft bringt. Doch in der Theorie ist das leicht gesagt, in der Praxis funktioniert es längst nicht immer.

Wie sollen wir uns auch dagegen wehren, wenn uns ganz automatisch nachts Gedanken an die andere Person heimsuchen?

Ein erster Schritt besteht natürlich überhaupt erst darin, dass Erlebte zu verarbeiten. Sitzt der Schmerz noch tief, belastet er uns noch derart dass wir kaum darüber reden können, befinden wir uns noch mitten im Verarbeitungsprozess. An dieser Stelle lässt sich noch nichts loslassen.

Anders sieht es aus, wenn wir „eigentlich“ darüber hinweg sind. „Eigentlich“, weil der Gedanke daran uns nicht mehr schmerzt, aber er uns eben nach wie vor verfolgt und keine Ruhe gibt. Gut ist es, dass du überhaupt bereits die Erkenntnis hast, dass du dir damit schadest. Denke nur daran, wie beschwert und leicht dein Leben sein könnte, wenn du dich von diesen negativen Gedanken endgültig befreit hast.

Behandle deine Gedanken wie Zugvögel

Erinnerst du dich noch an dem Moment, als du an einem lauen Sommerabend auf der Wiese lagst? Du hattest mit deinen Kumpels einen tollen Tag verbracht. Die Hitze lag drückend über der Stadt, so dass ihr beschlossen hattet, an einen See zu fahren. Ihr habt euch im kühlen Nass abgekühlt, zusammen gegrillt und du bist einer deiner Freundinnen nähergekommen. Ein Tag voller Glückseligkeit und Zufriedenheit. Als der Sonnenuntergang näher rückte, lagst du auf deinem Rücken. Über dir zog ein Gänseschwarm. Die Vögel flogen in der V-Form, wie man sie immer im Fernsehen sieht. Ihr lautes Schreien im Himmel drang bis zu deinen Ohren. Du hast sie beobachtet, wie sie gen Horizont flogen.

Exakt dasselbe kannst du mit deinen Gedanken machen.

Distanziere dich von diesen.

Meist kommen Gedanken an negative Erlebnisse besonders gerne dann, wenn wir alleine sind und zur Ruhe kommen. Anstelle uns jetzt den Gedanken hinzugeben, uns wieder und wieder in das Erlebte hineinzuversetzen und gedanklich die Situation immer wieder durchzugehen, unternimm das Folgende:

Beobachte deine Gedanken. Sei der distanzierte Beobachter. Sobald du an die Trennung zurückdenkst, solltest du versuchen, die folgende Rolle einzunehmen: „Oh, meine Gedanken wandern zu meiner Ex. Interessant. Wow, jetzt setzen sich die Gedanken mit der Trennung auseinander. Aha. Was sie mit damit wohl sagen wollen?“

Gerade zu Beginn kann dies noch schwierig sein.

Falls du Probleme damit hast, kannst du ebenfalls versuchen, dich in eine dritte Situation einzufühlen. Durchleben wir immer wieder einen Streit oder beispielsweise die Trennung, geschieht dies immer durch unsere eigenen Augen. Jetzt ist es an der Zeit, genau daran etwas zu verändern. Stell dir vor, du bist eine kleine Fliege, die am 23. August, am Tage deiner Trennung, an der Wand sitzt. Du bist diese Fliege. Du beobachtest, wie ein sich dir fremdes Pärchen streitet und sich trennt. Mensch, das ist ganz schön interessant, daraus lässt sich einiges lernen. Doch betroffen? Nein, betroffen fühlen wir uns nicht.

Du konntest deine Vergangenheit loslassen und fühlst dich jetzt wieder bereit für eine neue Beziehung? Aber du lernst keine Frauen kennen, die für dich infrage kommen? Dann erkundige dich bei uns nach einem Flirtcoaching für Männer. Unsere Flirtprofis zeigen dir, wie es dir gelingt, in deinem Alltag attraktive Frauen kennenzulernen. Wir freuen uns auf dich!

Hier findest du weitere Tipps, wie du deine Vergangenheit loslassen kannst

Loslassen nach Trennung – Weshalb der Schritt so schwerfällt

Den Exfreund loslassen – Wann es Zeit ist, abzuschließen

Psychologie einfach erklärt Teil 4: Loslassen lernen

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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