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Kannst du dich erinnern, wann du zuletzt stolz auf dich gewesen bist?

Auf sich selbst stolz sein, in unserer Gesellschaft kaum möglich, ohne merkwürdige Blicke zu ernten. Wann behauptet man schon von sich selbst in der Öffentlichkeit, stolz zu sein? Eigentlich nie.

Nickt uns jemand anderes anerkennend zu und erklärt „Mensch, du kannst stolz auf dich sein“, lächeln wir versteckt, da wir uns natürlich über das Kompliment freuen, und winken direkt danach schon wieder ab.


+ Sommeraktion +

Auf sich selbst stolz sein unterliegt einem Tabu

Stolz sein wird oftmals mit Arroganz verwechselt. Wohl jeder hat schon mal das Sprichwort gehört „Eigenlob stinkt“. Wir lernen uns klein zu machen, Komplimente nicht anzunehmen sondern abzuschmettern und schon gar nicht positiv über uns selbst zu reden. Nicht, dass wir am Ende noch für eingebildet gehalten werden.

Doch was ist eigentlich das Gegenteil von stolz? Was geschieht mit uns selbst, wenn wir unsere eigene Leistung untergraben und nicht einmal vor uns selbst zugeben, dass wir stolz auf das sind, was wir geschafft haben?

Irgendwann vergessen wir, wie viel wir erreicht haben. Wir sehen nicht mehr, was uns alles gelungen ist. Wir verlieren aus den Augen, dass auch wir Fähigkeiten haben und Talente besitzen. Unser Selbstwertgefühl wird immer geringer.

Wer nie stolz auf sich selbst ist, dem fehlt es irgendwann an Bestätigung. Diese Bestätigung suchen wir dann von außen, ohne dies zu bemerken. Plötzlich sind wir auf die wohlwollenden Worte unseres Umfeldes angewiesen wie auf die Luft zum Atmen. Gleichzeitig werfen uns Kleinigkeiten völlig aus der Bahn.

Der Streit mit dem Partner, die Diskussion mit dem Chef, die Meinungsverschiedenheit mit der Mutter der Ärger mit der Kollegin oder die Trennung vom Ex: Derartige Vorkommnisse hauen uns komplett um.

Wir entwickeln uns zu einer Person, die beinahe zwanghaft versucht, mit jedem Menschen prima auszukommen, um durch wohlwollende Worte anderer das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Die Menschen in unserem Umfeld empfinden dies irgendwann als anstrengend. Im schlimmsten Fall entwickelt sich die Situation dahingehend, dass wir sogar gemieden werden, weil wir immer irgendwie den Anschein erwecken, auf Komplimente und Lob aus zu sein.

Und je stärker wir abgelehnt werden, desto zwanghafter setzen wir uns ein, auf Teufel komm raus wieder wahrgenommen zu werden.

Ganz anders gestaltet es sich, wenn wir uns erlauben, auf uns stolz zu sein. Dann sind wir nicht mehr davon abhängig, was das Umfeld über uns denkt. Wir entwickeln stattdessen innere Stärke.

Bist du manchmal stolz auf dich selbst

Ich habe nichts, worauf ich stolz sein kann

Wer lernen will, auf sich selbst stolz zu sein, muss allerdings auch erst einmal Dinge finden, auf die er stolz ist. Genau hieran scheitert ein Großteil der Menschen. Viele sind davon überzeugt, dass ausschließlich große Leistungen Stolz rechtfertigen. Etwa der Hochschulabschluss. Das Gründen und vor allem erfolgreiche Führen einer eigenen Firma. Die Eröffnung einer eigenen Praxis.

Doch ist dem tatsächlich so? Dürfen wir tatsächlich nur bei derartigen Ausnahmesituationen das Gefühl von Stolz entwickeln? Denn dann würden wir dieses positive Gefühl, wenn es gut läuft, vielleicht zehn Mal in unserem Leben wahrnehmen.

Stattdessen sind es viele Kleinigkeiten, auf die wir stolz sein können. Kleinigkeiten, die für andere möglicherweise vollkommen nichtig sind.

Du bist absolut unordentlich und denkst dir seit mehr als zwei Monaten, dass du deine Wohnung aufräumen musst? Na klar darfst du stolz sein, wenn du dies endlich in Angriff genommen hast. Du hast riesige Angst vor Zahnärzten? Dann ist das Gefühl von Stolz, nachdem du telefonisch einen Zahnarzttermin vereinbart hast, vollkommen angemessen.

Gerade bei Tätigkeiten, die dich selbst enorm viel Überwindung oder Mut kosten und bei denen dir niemand auf die Schulter klopft, solltest du dich selbst loben und darfst du stolz auf dich sein.

Das Gefühl von Stolz ist auch bei Emotionen erlaubt

Stolz sein dürfen wir nicht nur nach Tätigkeiten wie dem Wohnungsputz, dem Zahnarzttermin oder der Fahrt auf der Autobahn, vor der wir große Angst haben.

Stolz sein dürfen wir beispielsweise auch dann, wenn wir es geschafft haben, nicht den Ex online zu stalken. Wenn wir beim Lästern in der Mittagspause nicht mitgemacht haben. Wenn wir uns keine Schuldgefühle von unserer Mutter einreden lassen. Wenn wir uns nicht alles gefallen lassen. Wenn wir uns für unsere eigenen Interesse einsetzen.

Die Momente, in denen wir nicht von anderen bejubelt werden, das sind die wichtigsten, in denen wir uns selbst auf die Schulter klopfen dürfen.

Leg die Messlatte beiseite

Blöderweise hast ein jeder Mensch eine Messlatte in Kopf, anhand der er seine eigenen Leistungen bewertet. Und meist behalten wir die negativen Ereignisse wesentlich stärker im Kopf.

Das Gespräch mit dem Chef? Mies gelaufen. Als Vater haben wir letzte Woche vollkommen versagt. Als Freund auch, da wir beim Umzug nicht helfen konnten.

Wir finden zahlreiche Gründe, weshalb wir eben nicht stolz sein dürfen. Momente, in denen wir alles andere als eine Glanzleistung abgeliefert haben.

Hierbei vergessen wir, dass wir dennoch zahlreiche Dinge geleistet haben, auf die wir stolz sein dürfen. Etwa der Fakt, dass wir für eine gute Freundin ein Paket abgeholt haben, obwohl es zeitlich eigentlich gar nicht drin gewesen ist.

Wir dürfen nicht nur, wir sollten sogar regelmäßig auf uns stolz sein. sich selbst auf die Schultern zu klopfen bedeutet, dem eigenen Selbstbewusstsein etwas Gutes zu tun und sich mit Liebe zu begegnen.

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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