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„Schatz, bitte blas mir einen, ich habe Samenstau!“

So oder ähnlich klingt es immer wieder in deutschen Schlafzimmern. Doch was ist eigentlich dran am Samenstau? Gibt es ihn wirklich? Oder wird der angeblich gesundheitliche Aspekt nur von Männern vorgeschoben, um mal wieder ran zu dürfen? Und was geschieht eigentlich mit den Spermien, wenn er nicht abspritzt?

Was in den Hoden des Mannes tatsächlich passiert

Ein gesunder Mann produziert täglich Millionen Spermien. Wo täglich Neues produziert wird, muss jedoch auch früher oder später Altes weichen.


Wir kennen das Prinzip aus dem Supermarkt. Die Regale werden gefüllt, der Verbraucher kauft ein, die Regale leeren sich wieder. Und am nächsten Morgen werden sie wieder befüllt.

Was geschieht also mit den Spermien bei ihm, wenn er keinen Sex hat?

Kurz und bündig: Nichts.

Der Körper baut die alten Samenzellen, die eine Befruchtung nicht mehr gewährleisten, von alleine ab. Manchmal kommt es auch zur Pollution, umgangssprachlich auch feuchter Traum genannt. Ein Rückstau der Samenflüssigkeit, sprich, ein Samenstau, ist medizinisch nicht möglich.

Wenn es keinen Samenstau gibt, weshalb schmerzen dann seine Hoden bei Sexentzug?

Wie bereits erklärt gibt es, medizinisch betrachtet, keinen Samenstau. Es werden nicht solange Spermien produziert, bis seine Hoden eines Tages platzen.

Knutscht ein Mann mehrere Stunden mit einer Frau oder kuschelt mit ihr, ohne dass es zum Sex kommt, kann sich allerdings die Muskulatur verkrampfen. Und ja, dies schmerzt. Hierbei wird häufig auch von Kavaliersschmerzen genannt. Grund hierfür ist jedoch eben nicht, dass zu viel Samensflüssigkeit in den Hoden vorhanden ist.

Samenstau beim Mann

Zu dem Muskelkrampf kommt es stattdessen wie folgt:

Bei sexueller Erregung erweitern sich die Arterien in Penis und Hoden. Es fließt verstärkt Blut hindurch. Die Venen wiederum verengen sich.

Nur durch diesen Vorgang ist es möglich, dass er eine Erektion bekommt und die Hoden anschwellen. Der gesamte Körper des Mannes bereitet sich auf die Ejakulation vor. Ist er zum Orgasmus gekommen, weiten sich die Venen, während die Arterien sich wieder verengen. Das Blut fließt ab, die Erektion verschwindet.

Kommt der Mann nicht zum Höhepunkt, bleiben die Venen verengt, die Erektion wird aufrecht erhalten. Dadurch, dass das Blut nicht abfließen kann, kann es zu Krämpfen in den Hoden kommen, die sich bis in die Leiste ziehen können.

Wie die Kavaliersschmerzen verhindern?

Möchte ein Mann seiner Partnerin multiple Orgasmen bescheren oder sie über Stunden „quälen“, indem er immer wieder ihren Orgasmus herauszögert, ist es wahrscheinlich, dass er selbst ebenfalls über einen derart langen Zeitraum erregt ist, dass er Kavaliersschmerzen bekommt.

Ist eine lange Nacht geplant, bei der es erst ganz am Ende zum Sex kommen soll, spricht nichts dagegen, dass sie ihn beispielsweise zwischendurch mit dem Mund verwöhnt oder er sich selbst befriedigt. Wenige Minuten nach dem Orgasmus klingen die Schmerzen bereits ab.

Meist dauert es zudem nicht lange, bis ein Mann nach einem Höhepunkt wieder kann. Das bedeutet, wenn er sie verrückt macht und sie sich zwischen durch um ihn kümmert, bedeutet dies nicht, dass es am Ende keinen Sex mehr geben kann.

Kavaliersschmerzen beim Date?

Gerade beim ersten oder zweiten Date fühlen sich viele Frauen als auch Männer noch nicht bereit, mit dem anderen ins Bett zu gehen. Besonders, wenn beide auf der Suche nach etwas Festem sind und es ihnen nicht um Spaß geht, wird häufig mehrere Treffen abgewartet, bevor es ins Schlafgemach geht.

Haben sich beide insoweit angenähert, dass sie knutschen und miteinander fummeln, mehr jedoch nicht passiert, kann das eben beschriebene Problem eintreten.

Abhilfe kann geschaffen werden, indem er sich bereits vor dem Date einen runterholt. Ganz nach dem Motto nicht mit einer geladenen Waffe zum Date zu gehen. Dies hat übrigens auch den Vorteil, dass du während des Dates entspannter bist.

Du hast gar keine Dates, obwohl du Single bist? Dabei würdest du unheimlich gerne wieder jemanden kennenlernen, der zu dir passt? Dann erkundige dich bei ins nach einem Flirtcoaching für Männer oder einem Flirt-Workshop für Frauen. Unsere Flirtexperten greifen dir gerne unter die Arme. Wir freuen uns auf dich.

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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