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Alles rund um den Egoismus

In unserem Sprachgebrauch haftet dem Wort „Egoismus“ etwas Negatives an. Hagelt es den Vorwurf „Das ist egoistisch von dir“, ist damit gemeint, dass derjenige, dem Egoismus vorgeworfen wird, nur an sich selbst denke.

Aber ist es nicht auch unser Recht, mal an uns selbst zu denken? Oder ist diese Einstellung unmenschlich und wir sollten uns dafür schämen, dass wir derartige Gedankengänge hegen?


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Wie Egoismus im Alltag aufgefasst wird

Was verstehen die meisten von uns unter Egoismus? Fragen wir Menschen, was für sie die Charaktereigenschaften eines Egoisten sind, kommen meist Antworten wie „Menschen, die nur an sich selbst denken“, „Personen, die ausschließlich über sich reden“, „Leute, die nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht sind und dafür auch adere hintergehen“.

Egoismus bedeutet, so zu handeln, dass wir unsere eigenen Interessen durchsetzen. Auch dann, wenn wir anderen mit diesem Verhalten schaden.

Nimmt Egoismus krasse Ausmaße an, ist dieser tatsächlich negativ. Haben wir das Gefühl, dass wir einen Egoisten in unserem Umfeld haben. der sogar für das Erreichen seiner Ziele über Leichen gehen würde, ist ein gesunder Abstand zu eben diesem Menschen nur ratsam.

Etwa der Kollegen auf der Arbeit, der sich, sobald es Lob gibt, in den Mittelpunkt stellt um dieses zu ernten und der dabei verschweigt, dass genügend andere Kollegen ihm unter die Arme gegriffen haben. Oder ein Mensch, der dreist lügt, um dadurch bevorzugt zu werden.

Wie viel Egoismus ist gesund

Tatsächlich hagelt es diesen Vorwurf meist dann, wenn der andere uns zu seinem Zwecke manipulieren möchte. Durch diesen Satz sollen beim Gegenüber Schuldgefühle entstehen, durch die derjenige nach dem Gusto des anderen agiert.

Selten handelt es sich bei dieser Aussage um konstruktive Kritik, mit der uns ein guter Freund vor zu viel Egoismus warnen möchte.

Hier mal ein Beispiel, das bestimmt viele kennen: Immer wieder haben wir die Arbeitsschicht des Kollegen übernommen. Wir selbst wiederum haben noch keinen Tausch in Anspruch genommen. Nachmittags bekommen wir eine Nachricht bei WhatsApp, ob wir spontan die Schicht übernehmen können. Dieses Mal sagen wir ab. Prompt hagelt es den Vorwurf „Mein Gott, du bist der egoistischste Kollege, den ich kenne“.

Diese Aussage entlarvt den anderen als den wesentlich größeren Egoisten. Er möchte uns durch diese Nachricht Schuldgefühle bereiten, durch die wir ein anderes Verhalten an den Tag legen (nämlich für den anderen einspringen) und wir nach den Vorstellungen des anderen handeln.

Daran lässt sich erkennen, dass der Vorwurf egoistisch zu sein, durchaus im höchsten Maße egoistisch ist. Und zwar von der Person, die diesen Vorwurf macht.

Wodurch entsteht übertrieben ausgeprägter Egoismus?

Die Gründe hierfür sind zahlreich. Manchmal ist es schlicht mangelndes Empathievermögen. Der Egoist ist nicht in der Lage, sich in andere hineinzuversetzen und merkt nicht, dass er andere benachteiligt oder vor den Kopf stößt. Stress kann ebenfalls zu einem Tunnelblick führen, durch den wir nur noch auf uns selbst fokussiert sind.

Auch ein stark ausgeprägtes Minderwertigkeitsgefühl kann zu stark ausgeprägtem Egoismus führen. In diesem Fall fühlen Betroffenen sich wertlos und halten nicht viel von sich selbst. Durch das Erreichen verschiedener Ziele werten sie ihr Selbstwertgefühl für einen kurzen Moment auf. Hierfür ist allerdings das unbedingte Erreichen des Vorhabens vonnöten, bei dem notfalls die Ellenbogen ausgefahren werden.

Wie viel Egoismus ist gesund

Der Altruismus – Das genaue Gegenteil von Egoismus

Altruismus ist das exakte Gegenteil von Egoismus. Der Begriff beschreibt die Selbstlosigkeit. Sprich, das Handeln, ohne dass der Mensch hierbei einen Nutzen für sich zieht.

Dass wir wirklich altruistisch handeln ist jedoch selten der Fall. Selbst bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit, für die wir keinen finanziellen Ausgleich bekommen, machen wir dies häufig mit dem Hintergedanken, dass dies in unserem Lebenslauf gut aussieht oder um Kontakte zu knüpfen. Wieder andere arbeiten ehrenamtlich, um vor anderen Leuten damit angeben und sich positiv darstellen zu können. Ein egoistisches Motiv.

Bis zu einem gewissen Grad ist Egoismus durchaus gesund

Wir selbst sind der einzige Mensch, der uns durch das gesamte Leben begleitet. Dadurch ist es nur logisch, dass wir selbst uns am nächsten stehen.

Natürlich herrscht, gerade im Umgang mit Freunden, immer ein Geben und Nehmen. Stellen wir jedoch irgendwann fest, dass wir nur noch geben und unsere eigenen Bedürfnisse ständig hinten anstellen, um die Bedürfnisse anderer zu befriedigen, sollten wir uns ein gewisses Maß an Egoismus aneignen.

Wer nicht genügend Acht auf sich selbst gibt sondern stets versucht, den Bedürfnissen anderer gerecht zu werden, der fühlt sich stets gestresst. Er hat das Gefühl, es mangele ihm an Zeit und, dass er aufgrund dessen selbst zu kurz kommt.

Wie viel Egoismus ist gesund

Nicht auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und immer nur zurückzustecken ist extrem schädlich.

Zudem tun wir damit auch unserem Umfeld keinen Gefallen. Fehlt es uns an Energie, fühlen wir uns ausgelaugt, sind wir schlecht drauf weil wir nicht auf unser Interesse hören, sind wir leicht reizbar, dann haben auch unsere Freunde nicht viel von uns.

Nur, wenn wir darauf achten, dass es uns selbst gut geht, können wir uns auch genügend Zeit für andere Menschen nehmen.

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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