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Schaffst auch du es nicht, immer wieder das Profil des anderen zu besuchen?

Wir alle kennen es. Wir können es einfach nicht lassen. Immer wieder holen wir das Smartphone aus unserer Tasche heraus, öffnen die Instagram App und sind schon wieder auf dem Profil des anderen.

Und fügen uns damit selbst Schaden zu.


Akribisch durchsuchen wir das Profil. Wir scannen (mal wieder) die gesamte Galerie. Die wir natürlich bereits auswendig kennen. Wir sehen direkt auf den ersten Blick, dass kein neues Foto gibt. Natürlich untersuchen wir auch genau, ob er oder sie von Freunden auf einem Bild markiert wurde.

Den Ex bei Instagram stalken – Das weit verbreitete Phänomen

Gerade nach einer Trennung haben wir die starke Neigung, uns selbst zu schaden. Wir geben förmlich unser Bestes, damit es uns noch schlechter geht. Wir verlieren uns in trauriger Musik, ziehen uns die größten Schnulzen rein und gehen Abend für Abend alte Fotos aus gemeinsamen Urlauben durch.

Und natürlich verhalten wir uns ganz ähnlich mit dem Instagram Account des Expartners.

Instagram stellt für uns die einzige Möglichkeit dar, noch am Leben des Expartners teilhaben zu können. Wir befinden uns zwar nicht mehr in der Rolle des Partners, doch wenigstens können wir noch Beobachter sein und dem Treiben des anderen von Außen zusehen. Den oder die Ex bei Instagram stalken ist leider herrlich einfach!

Je häufiger wir auf das Profil des anderen gehen, desto stärker geht uns diese Handlung in Fleisch und Blut über. Anfangs war das Aufrufen der Bilder des Expartners noch eine aktiv von uns wahrgenommene Handlung, dann wurde sie immer häufiger zum Zeitvertreib und mittlerweile ist das Stalking eine feste Routine in unserem Alltag.

Gerade zu Beginn nach der Trennung versuchen wir, Antworten auf unsere Fragen zu finden. Weshalb hat der andere Schluss gemacht? Hatte er es womöglich von langer Hand geplant?

Wir beziehen absolut alles auf uns selbst. Jedes Meme, jedes Zitat, jede Nachricht die er oder sie in seiner Story postet oder repostet, muss schließlich eine Bedeutung haben. Die Story ist mit Musik unterlegt? Bestimmt beziehen sich die Lyrics auf uns oder unsere Trennung!

Gleichzeitig versuchen wir durch unser Stalking die Lücke, die durch die Trennung entstanden ist, irgendwie zu füllen. Das, was uns an Nähe fehlt erhoffen wir zu erhalten, indem wir bei Instagram stalken.

Und ehe wir es so richtig wahrnehmen, verbringen wir jede freie Minute damit nachzusehen, was der oder die Ex macht. In der Bahn auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause, nach Feierabend auf dem Sofa und abends im Bett.

Solange, bis unser Verhalten exorbitante Ausmaße annimmt. Exorbitant dergestalt, dass wir, kaum haben wir die App geschlossen, wir sie auch schon wieder geöffnet haben und zum 14. Mal innerhalb der letzten 25 Minuten auf dem Profil des anderen herumstöbern.

Den Ex bei Instagram stalken nach der Trennung

Indem wir ihn/ sie bei Instagram stalken versuchen wir, Kontrolle zu erhalten

Wurde die Partnerschaft vom anderen beendet, fühlen wir uns gänzlich machtlos. Wir haben es nicht in der Hand, über den Fortbestand der Beziehung zu bestimmen. Wir erleben das massive Gefühl, dass unser Leben aus den Bahnen gerät und wir keinerlei Kontrolle darüber haben.

Diese Kontrolle versuchen wir durch unsere Stalking zurückzuerobern. Schließlich haben wir hier die beste Möglichkeit genau nach zu verfolgen, wann er oder sie wo mit wem unterwegs gewesen ist.

Das Problem? Je mehr wir bei Instagram stalken und versuchen herauszufinden, was der andere treibt, desto stärker verunsichern wir uns selbst. Plötzlich fragen wir uns, ob diese Personen, mit denen er oder sie sich jetzt trifft, vielleicht der Grund gewesen sind, dass es zur Trennung kam. Was uns anfangs das vermeintliche Gefühl von Sicherheit vermittelt hat, treibt uns jetzt in den Wahnsinn.

Wie schaffe ich mit dem Stalking aufzuhören?

Stalking ist normal

Keiner gibt es zu, was nicht bedeutet, dass du der einzige bist, der es macht. Wir alle versuchen nach einer Trennung, den anderen über die sozialen Medien im Auge zu behalten. Hat der andere kein Instagram und ist bei Facebook nicht mehr aktiv, bleibt uns zumindest die Option, regelmäßig bei WhatsApp zu checken, ob er oder sie das Bild gewechselt war und wann er zuletzt online war.

Es wird dich nicht trösten, doch mit diesem Verhalten stehst du nicht alleine da.

Blockiere den anderen

Der wichtigste, aber auch schwierigste Schritt besteht darin, den anderen bei den sozialen Kontakten, sei es Instagram, Facebook oder einer anderen App, zu blockieren. Nur auf diese Weise schützt du dich selbst davor, immer wieder das Profil des anderen aufzusuchen. Er wird dir dann nicht mehr angezeigt, selbst über die Suche findest du das Profil nicht mehr. Selbst in schwachen Momenten, etwa wenn du betrunken bist, kannst du ihn/ sie nicht mehr bei Instagram stalken.

Es ist klar, dass dieser Schritt schwer fällt. Denn so beraubst du dich selbst um die letzte Möglichkeit, noch etwas über das Leben des oder der Ex zu erfahren. Doch dies ist gleichzeitig der heilsamste Weg für dich aus dem Teufelskreis.

Den Ex bei Instagram stalken und es nicht sein lassen können

Sprich nicht mehr über den Ex

Je länger eine Beziehung angedauert hat, desto mehr hat man gemeinsam erlebt. So kommt es, dass bei beinahe jedem Gespräch immer wieder der Name des oder der Ex aus unserem Munde kommt. Sei es, wenn es um Urlaube geht, um Wohnungsbesichtigungen oder sonst etwas.

Es ist normal, dass wir manchmal den Expartner erwähnen. Schließlich ist er einst Teil unseres Lebens gewesen. Doch je weniger wir über ihn sprechen, desto weniger werden wir an ihn erinnert.

Stalking betreiben wir, wenn wir die Zeit dazu haben

Wir können uns nur dann eine Ewigkeit bei Instagram herumtreiben, wenn uns hierfür überhaupt die Zeit bleibt. Überschlage mal im Kopf, wie viele Stunden zu täglich auf den sozialen Medien verbringst. Dein Smartphone ist übrigens sogar in der Lage, dir deine Bildschirmzeit anzuzeigen. Willst du wirklich deine Zeit nicht sinnvoller nutzen?

Gerade nach einer Trennung ist es umso wichtiger, dass wir beginnen, unseren Alltag aktiv zu gestalten und unsere Zeit vermehrt mit Tätigkeiten zu verbringen, die uns Freude bereiten.

Dies können Tätigkeiten sein, bei denen wir uns auf uns selbst besinnen und lernen, alleine zu sein und dennoch Zufriedenheit zu empfinden. Etwa

  • Yoga
  • Meditation
  • Gartenarbeit
  • Joggen
  • Krafttraining
  • Malen oder Zeichnen
  • Am Auto schrauben
  • Kochen

Genauso gut können wir uns verstärkt um unsere sozialen Kontakte kümmern. Uns mit Freunden treffen, zusammen Kneipen besuchen oder kochen, grillen, an den See fahren, auf den Weihnachtsmarkt gehen, bouldern etc.

Überhaupt neigen wir während einer Partnerschaft oftmals dazu, Tätigkeiten die wir lieben, aufzugeben oder ihnen nicht mehr die nötige Zeit einzuräumen. Kein Wunder. Je mehr Zeit wir in unsere Hobbys investieren, desto weniger Zeit bleibt für den Partner.

Gerade jetzt nach der Trennung sollten wir daher all die Zeit, die uns plötzlich bleibt, als Chance begreifen. Noch fällt es uns schwer, mit dieser Zeit etwas anzufangen. Die Momente, die wir ungenutzt lassen, empfinden wir als besonders negativ. Alleine einen Freitagabend zuhause verbringen, das schmerzt. Wir empfinden allerdings nur solange derart, solange wir die Zeit schluchzend auf dem Sofa verbringen.

Du bist über die Trennung hinweg und wünschst dir  so langsam eine neue Partnerschaft? Doch du findest niemanden, der zu dir passt? Dann erkundige dich bei uns nach einem Flirtcoaching für Männer oder einem Flirt-Workshop für Frauen. Unsere Flirtprofis zeigen dir, wie es dir gelingt, in deinem Alltag mit dem anderen Geschlecht in Kontakt zu kommen. Wir freuen uns auf dich!

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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