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Offene Beziehungen – Was macht sie aus?

Wir sind die Generation der Scheidungskinder. Noch nie sind so viele Menschen mit geschiedenen Eltern aufgewachsen. Viele mussten hautnah miterleben, wie eine Familie durch die Trennung Eltern zerrissen werden kann. Plötzlich sind die einzigen Gesprächsthemen abends am Esstisch Geld, Unterhalt, Scheidungskosten und der Vater oder die Mutter, die sich nicht kümmern möchte.

Diese Erfahrung in der frühen Kindheit oder Jugend bringt zwei Reaktionen hervor. Die einen sind fest gewillt, es besser als die eigenen Eltern zu machen. Sie hören auf ihr Bauchgefühl und wissen, dass wenn sie einmal heiraten, es doch auch bitte für immer sein soll. Sie wollen ihren Kindern nicht das antun, was sie selbst miterleben mussten.


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Daneben gibt es noch die andere Gruppe. Die Gruppe, die für sich persönlich den Schluss zieht, dass heiraten ein veraltetes und überholtes Modell ist. Sie setzen sich oftmals mit der Biologien des Menschen auseinander und kommen zu dem Schluss, dass es dem Menschen förmlich in den Genen liegt, mit unterschiedlichen Geschlechtspartnern Kinder zu bekommen, damit die Nachkommen durch die verschiedenen Gene eine möglichst große Überlebenschance haben. Jemanden aufrichtig lieben, das kann man schließlich dennoch, auch wenn man mit anderen Menschen schläft.

Dieses Beziehungsmodell nennt sich offene Beziehung.

Du willst eine offene Beziehung führen und weißt nicht, wie du dies ansprechen sollst?

Über offene Beziehungen sprechen gelingt am leichtesten, wenn dies direkt zu Beginn einer Beziehung erfolgt. Wer die eigene Einstellung direkt zu Beginn offenlegt, der wird für seine Ehrlichkeit geschätzt.

Wenn du also deinen Traumpartner oder deine Traumpartnerin getroffen hast und sofort, sobald das Thema Beziehung zur Sprache kommst, erläuterst „Du, ich habe wirklich tiefe Gefühle für dich, aber ich will dich auch nicht einschränken. Ich habe kein Problem damit, wenn wir zusammen sind, und du dich dennoch mit anderen Männern/Frauen triffst“. Selbstverständlich gilt das gleiche auch für dich.

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Schwieriger wird das Thema dann, wenn ihr schon seit einiger Zeit in einer Beziehung seid. In den meisten Partnerschaften schläft über die Jahre das Sexleben ein. Doch selbst, wen dies nicht der Fall ist, vermissen viele Menschen das aufgeregte Kribbeln das wir verspüren, wenn wir jemand Fremden küsse, ihn berühren, mit ihm schlafen.

Gleichzeitig wissen wir, dass wir den Partner wirklich lieben und uns ein Leben ohne ihn niemals vorstellen können. Betrügen kommt für uns keinesfalls infrage. Immer häufiger grübeln wir, ob eine offene Beziehung möglicherweise genau das Passende für uns darstellen könnte.

Schwierig wird es nun, das Thema anzusprechen. Weshalb dem so ist? Meist ist der Partner im ersten Moment, wenn er von dem Vorschlag erfährt, schockiert. Schnell kommt es zu Vorwürfen im Sinne von „du liebst mich nicht mehr“, oder auch „reiche ich dir nicht aus?“. Es ist verständlich, dass aufseiten des Partners die Angst besteht, dass wir mit der Beziehung nicht mehr glücklich sind.

Was wir ihm/ ihr jetzt klar machen müssen ist, dass wir nach wie vor tiefe Gefühle haben. Hilfreich ist es, einfach von den Beweggründen zu erzählen, die uns persönlich das Gefühl geben, dass wir mit einer offenen Beziehung glücklich werden.

Gib deinem Partner die Zeit, die er benötigt

Wichtig ist es, bei einem solch sensiblen Thema sehr einfühlsam zu sein. Wir können und dürfen nicht damit rechnen, dass der Partner/ die Partnerin nach einer solchen Verkündung die Arme jauchzend in die Luft wirft und verkünden wird, dass er darauf schon lange gewartet habe. Nein. Gut möglich, dass es erst einmal Tränen und Streit geben wird.

Bedenke, dass in unserem Kulturkreis die monogame Beziehung nach wie vor als Ideal gilt. Andere Beziehungsformen wie offene Beziehungen gelten nach wie vor als Tabu.

Gut möglich, dass dein Partner/ deine Partnerin an deiner Seite noch niemals einen Gedanken daran verschwendet hat, eine andere Beziehung als eine monogame Beziehung zu führen. Erwarte daher bitte nicht, dass er oder sie sofort einwilligt.

Gib ihm oder ihr die nötige Bedenkzeit. Wahrscheinlich möchte sich dein Partner erst in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, was es bedeutet, eine offene Beziehung zu führen. Wichtig ist, dass du ihn/ sie hierbei nicht unter Druck setzt. Nachdem du dieses Thema angesprochen hast, ist der Stein bereits ins Rollen gekommen und er/ sie wird ohnehin wieder auf dich zukommen, um das Thema anzusprechen.

Push and Pull offene Beziehung

Offene Beziehungen = Narrenfreiheit?

Wer glaubt, offene Beziehungen bedeuten, alles zu tun, wonach einem gerade der Sinn steht, der täuscht sich.

Gerade, da offene Beziehungen extrem viel Vertrauen benötigen, sind hier Regeln wichtig und sinnvoll.

Was selbstverständlich klingt, ist es nicht: ist der Sex mit anderen erlaubt? Denn genauso könnt ihr für euch die Regelung treffen, dass ausschließlich Flirten, Knutschen und vielleicht ein wenig Petting in Ordnung sind. Gerade bei einer offenen Beziehung gibt es keine feste Regeln, sondern jedes Pärchen muss diese individuell für sich selbst festlegen.

Wenn Sex mit anderen Menschen erlaubt ist, wo soll er stattfinden? Könnt ihr euch vorstellen,das es für euch okay ist, wenn jeweils der Partner einen One Night Stand mit nach Hause bringt und sie sich im gemeinsamen Schlafzimmer vergnügen? Oder ist es euch lieber, wenn dies außerhalb der eigenen vier Wände geschehen soll?

Tipps, wie eine offene Beziehung gelingt

Das absolute A und O bei einer offenen Beziehung ist Kommunikation. Redet! Redet miteinander! Und zwar über alles! Redet über eure Hoffnungen, die ihr mit der offenen Beziehung verknüpft. Sprecht über eure Ängste, die euch diesbezüglich plagen. Seid offen über eure Sorgen.

Denke immer auch daran: selbst, wenn beide mit einer offenen Beziehung einverstanden sind, kann es zu Eifersucht kommen. Vollkommen normal. Wir wissen zwar, dass der Partner uns wirklich liebt. Wir wissen jedoch auch, dass Sex mit anderen dazu führen kann, dass wir uns neu verlieben.

Eifersucht in einer offenen Beziehung herunter zuschlucken ist höchst schädlich! Wenn einer von beiden spürt, dass er innerlich Eifersucht verspürt, muss unbedingt das Gespräch gesucht werden.

Um der Gefahr, dass sich einer von euch beiden doch in jemand anderen verliebt vorzubeugen raten wir, dass ihr es bei den Sexualpartnern ausschließlich bei One Night Stands belasst. Habt ihr einmal mit einer Person geschlafen, solltet ihr euch keinesfalls noch ein weiteres Mal mit dieser Person verabreden. Lasst es zu keiner regelmäßigen Affäre kommen.

Warum? Ganz einfach. Haben wir lediglich einen One Night Stand, ist die Möglichkeit, dass wir uns verlieben, sehr gering. Schlafen wir regelmäßig mit einer anderen Person, sprich, wir haben eine Affäre, steigt bei jedem Treffen die Gefahr, dass wir doch Gefühle entwickeln.

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Noch etwas: Es sollte euch beiden klar sein, dass Unternehmungen wie Schwimmen gehen, Kaffee trinken, gemeinsam Frühstücken etc. ausschließlich dem Partner vorbehalten sind. Niemals wird sich mit einer anderen Person getroffen, wenn es nicht zum Sex kommen soll. Denn auch solche Aktivitäten erhöhen die Gefahr, dass wir uns verlieben.

Übrigens noch ein kleiner Ratschlag: Erzählt nicht jedem von eurer Beziehungsform. Gerade, da die offene Beziehung nach wie vor nicht dem Standard entspricht, werdet ihr nicht nur viele unglaubwürdige Blicke ernten, auch wird es danach indirekte Vorwürfe und Unterstellungen hageln.

Unterstellungen, dass dies keine richtige Liebe sei, dass die Eifersucht auf jeden Fall eure Beziehung zerfressen werde, dass alleine so etwas vorzuschlagen dem Partner gegenüber sehr unfair sei. Plötzlich wird überall, wo ihr auftaucht, eure Beziehung thematisiert. Vollkommen egal, ob ihr gerade Lust habt, darüber zu sprechen oder nicht.

Wann kann eine offene Beziehung schädlich sein?

Wir wollen nicht alles schön reden und so schreiben, als heile die offene Beziehungsform jede Art von Beziehungsproblem. Dem ist beileibe nicht so. Wer schon lange nicht mehr glücklich ist, wer das Gefühl hat, dass es nur noch Streit gibt, wenn beide sich auseinandergelebt haben, dann helfen auch andere Sexualpartner nicht weiter.

Dann stimmt etwas zwischen den Partnern nicht. Sex hin oder her. Bevor ihr offene Beziehungen thematisiert, solltet ihr lieber an den Grundpfeilern eurer Beziehung arbeiten und dem nachgehen, weshalb es bei euch zurzeit so angespannt ist und euch gemeinsam überlegen, wie ihr dies lösen könnt.

Du führst gar keine Beziehung und bist deswegen furchtbar unglücklich? Du wünschst dir schon lange eine passende Partnerin an deiner Seite, doch du lernst einfach keine Frauen kennen?

Dann informiere dich bei uns nach einem Flirtcoaching für Männer. Unsere Flirtexperten zeigen dir, wie du in deinem Alltag aktiv auf Frauen zugehen kannst, du sie ansprichst, mit ihnen flirtest und am Ende ihre Nummer bekommst. Damit auch du endlich die Richtige findest. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme.

Hier findest du weitere Beiträge über offene Beziehungen:

Die offene Zweierbeziehung – Was genau ist eine offene Beziehung und warum wird diese Form immer beliebter?

Offene Beziehung: 9 Fragen und Antworten, die wirklich weiterhelfen

Eine offene Ehe führen? Wie weit das Vertrauen reichen muss

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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