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Orlando Owen im Interview

Orlando Owen ist weltbekannt und hilft seit Jahrzehnten zurückhaltenden Männern beim Ablegen ihrer Schüchternheit.


Flirttrainer Horst Wenzel unterhält sich im Gespräch mit Männercoach Orlando Owen über seine Coaching Erfahrung, welchen seiner Sprüche David DeAngelo in sein Programm aufgenommen hat sowie über das Spanken von Dominas.


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Horst Wenzel: Hi! Schön, dass ihr da seid! Ich hab gerade neben mir ein Urgestein kann man sagen,

nämlich Orlando Owen.

Orlando Owen: Uraltgestein!

Horst Wenzel: Bist du eigentlich Amerikaner oder Deutscher? Was kann man sagen?

Orlando Owen: Ja, beides. Ich habe zwei Pässe. Ich bin in Deutschland geboren, habe aber 80% meines

Lebens in den USA verbracht. Ich bin eigentlich nur USA. Ich war als Teenager in

Deutschland, mein Vater war Deutscher, meine Mutter Amerikanerin. Ich bin zweisprachig

aufgewachsen, deswegen spreche ich auch deutsch. Und am Anfang vor 10 Jahren, wo ich

das erste mal wieder nach Deutschland kam, hatte ich Mühe deutsch zu sprechen, aber

mittlerweile hab ich es wieder. Deshalb geht’s wieder. Ich hab wieder ein bisschen mehr

Übung in deutsch.

Horst Wenzel: Man hat dann immer wieder diesen switch da, ne?

Orlando Owen: Ja, es ist ne andere Kultur. Also, ich bin schon durch und durch Vollblut­Amerikander, ich

liebe mein Land und hasse unsere Politik, aber ich liebe Amerika als Land.

Horst Wenzel: Du hast gestern so eine Story erzählt, dass man so emotional tief gehen muss und es

geht irgendwie darum wie du Unkraut in deinem Garten losgeworden bist. Und dieser Mann

(zeigt auf Orlando Owen) hat eine Woche lang seinen Garten unter Wasser gesetzt,

komplett. Also alle, die böse Kommentare im Öko­Bereich schreiben wollen, bitte hier unten

in die Kommentare rein.

Orlando Owen ist eine Persönlichkeit, die ziemlich polarisiert, kann man auf jeden Fall

sagen. Ich glaub, es gibt Leute, die dich lieben und dich hassen…


Lese-Empfehlung der Flirt University Redaktion:

Hier geht es zu einem spannenden Artikel auf Orlandos Seite Magic Male,
wie du durch dein Auftreten männlicher werden kannst.


 

 Männercoach Orlando Owen über weibliche Essenz

Orlando Owen: Ja, das ist so… ja.

Horst Wenzel: Das ist besser als irgendwie Gleichgültigkeit. Genau so wie bei den Frauen auch. Da ist

es ja auch besser, wenn man da so ein bisschen die emotionale Achterbahn macht.

Orlando Owen: Ja ja ja, klar.

Horst Wenzel: Bei uns bei der Flirt University sind von schüchternen Männern bis schüchternen Frauen irgendwie alles dabei, aber die meisten sind irgendwie schüchtern. Du bist so gar nicht schüchtern, merkt man.

Trainer für mehr Männlichkeit - Ein echter Mann werden
Orlando hilft schüchternen Männern dabei Ein echter Mann zu werden.

Orlando Owen: Ah, ich bin nicht schüchtern auf der Bühne, aber ich bin jetzt nicht jemand, der wirklich

gut ist im Frauen ansprechen, ich war es auch nie. Ich kann mich erinnern, vor 8 Jahren war

ich mal in San Francisco wiederum, bei meinem Kollegen Travis Decker. Und da hat einer

gesagt: “Was ist deine größte Schande, bei einem Workshop?”, also da war ich mal

Workshop­Teilnehmer. “Was ist deine größte Schande? Wofür schämst du dich am

meisten?”

Da hat einer gesagt, war ein berühmter Coach, aber ich sag den Namen nicht: “Ich hab…

Angst vor Frauen.”

Und dann alle *hält Hände vor den Mund*. Du hättest eine Stecknadel fallen lassen können.

Travis Decker meinte “Okay…”

Und alle so: “Was sagt er jetzt? Er hat sich jetzt geoutet…”

Dann sagt der: “Ich auch…”

Horst Wenzel: Stark, stark!

Orlando Owen: Und dann war es plötzlich okay. Und das war für mich ein tatsächlicher Durchbruch. Ich

hab dann gemerkt “Moment, ich brauche gar nicht dieses blöde Bild aufrechterhalten.” Und

dann dachte ich: Hey, ich hatte so Angst, ich muss quasi mit gutem Bild vorausgehen, dass

mich das so unter Druck gesetzt hat, dass ich Mühe hatte, plötzlich selber Frauen

anzusprechen, was ich vorher gar nicht kannte. Und dieser Druck…



Und dann sind wir abends ausgegangen und dann war auch für mich ein Schlüsselerlebnis,

da waren wir in so einer Art Hotelbar, da waren ganz viele Frauen auch. Und dann sagt

einer von den Trainern: “Ich will heute von dir drei cold approaches sehen.”

Und ich: “Oh gott! Was mache ich jetzt? Und ich hab ja einen Ruf zu verlieren und wenn das

jetzt nicht klappt oder ich werde gedisst oder ich werde zurückgewiesen und…”

Horst Wenzel: Und dann klappt es nicht. Also wir zeigen den Leuten ja, dass Körbe auch einfach mit

dazu gehören.

Orlando Owen: Das auch, aber es war vor allem noch anders. Ich musste sozusagen mein Image, ich

war so in meinem, nicht Ego, sondern Ruf verhaftet. Aber dann bin ich einfach hingegangen

in der Bar und hab vielleicht noch einen Drink gehabt. Einen, mehr nicht, weil ich merke, der

Eine ist gut zum Aufwärmen, aber alles darüber hinaus macht die Sache kaputt. Und das ist

dann, was wir in Amerika flüssige Courage nennen. Und dann hab ich angefangen. Dann

kam ich mit so einer Mutter und ihren zwei blonden Töchtern ins Gespräch und hab mit

denen so rumgeshakert. Dann waren da noch so ein paar andere Mädels, bei denen hab ich

cold­reading Astrologie gemacht . “Und du bist doch Skorpion und…”, dann meinte sie

“Woher weißt du das?” Und ich so: “Ja, keine Ahnung.” Das hat dann sogar gestimmt.

Ja, und das witzige war, dann kam noch ein Mädel und dann kam dieser Coach zu mir. Und

ich so: “Oh, scheiße! Ich muss jetzt die cold approaches machen!” Da meinte er: “Relax,

relax. Du hast doch gerade drei gemacht.” Dann sagte ich “Ne, ich hab keine cold

approaches gemacht, ich hab nur mit denen geredet!” Dann sagt er: “Okay…”

Horst Wenzel: Das ist der Unterschied! Ich glaube das ist auch was wirklich erfolgreiche Männer

machen, das die ihren Kopf ausschalten.

Was würdest du denn jetzt mal jemandem der verkopft ist, also wir haben viel so

Führungskräfte bei uns, die, sag ich mal, in der IT Branche unterwegs sind und immer voll

logisch…

Orlando Owen: Die meisten meiner Teilnehmer auch, ja.

Horst Wenzel: Genau, was kannst du denen Leuten zurufen?

Orlando Owen: Der Tipp, wenn du so willst, ist: Ich habe jahrelang an meiner Körpersprache gearbeitet,

weil das ist eine der Sachen, die du nicht nur im äußeren machst, sondern die auch

retroaktiv sind. Und wenn du mal praktisch deinen Raum einnimmst, dich fragst: Wer bin

ich? Wofür stehe ich als Mann? Ich traue mich, Mann zu sein, ich muss mich nicht

rechtfertigen. Ja ich bin ein Mann, ich spreche eine Frau an. Als bräuchte ich irgendeine

Erlaubnis von einer imaginären Instanz…

Horst Wenzel: Oder von so einem Horst. Das ist auch die Erlaubnis. “Gehe mal da rüber…”

Orlando Owen: Ja, genau. Es gibt ja viele Leute, also zum Beispiel Kollegene wie David Wygant, der

Hypnotiker, die sagen, du kannst Frauen nur durch Körpersprache anziehen. Es ist ein

Mindswitch. Nicht dieses “Ich bin der Preis”, sondern “Ich bin so in meiner Mitte”. Ich wurde,

vor allen Dingen in den letzten zehn Jahren trotz meines extrem hohen Alters, ich bin über

50, ganz oft von Frauen angesprochen und sogar richtig angemacht. Ich hatte sogar mal vor

acht Jahren Sex im Zug spontan. Ich hab eine Frau gesehen, bin da so durchgegangen mit

Cowboy­Stiefeln. Da hat sie mir einen Blick zugeworfen, hat mich getestet, “Was sehen

Frauen in deinen Augen”, heißt ja bei uns ein Podcast… Und dann hab ich so geguckt von

wegen “Ja, das kennst du nicht, dass ein Mann den Augenkontakt hält und nicht sofort

wegguckt oder Kleinbei gibt.” Und dann dachte sie, “Wow, du kannst dem Augenkontakt

Stand halten.”, ist zu mir rübergekommen, hat sich hingesetzt und meinte “Ich will mit dir

eine Beziehung.”

Horst Wenzel: Direkt?

Orlando Owen: Ja, sofort.

Horst Wenzel: Krass, krass. Das ist ja jetzt so eine Erfahrung, wo man sich das gar nicht vorstellen

kann.

Orlando Owen: Hätte ich auch nicht gedacht!

Horst Wenzel: Also ich bin als Mann auch immer wieder überrascht von Frauen und auch was Frauen

sehen. Ich habe die These, dass Frauen uns Männern sozial und emotional ganz weit

voraus sind.

Orlando Owen: Auf jeden Fall! Und vor allem auch im deutschen Kulturkreis, der so viel Wert auf

Vernunft, Logik, Zahlen, Daten und Fakten legt. Vor allem Männer als Führungskräfte in der IT denken

immer: wenn-­dann, ­wenn-dann. “Wenn sie das sagt, was mache ich dann?” Und das ist unglaublich

kompliziert!

Horst Wenzel: Die meisten hängen sich dann mit den Gedanken in so einer Endlosschleife auf, die dann

dazu führt, dass sie gar nichts machen. Das aller wichtigste überhaupt ist ja sowieso erstmal

zu handeln und überhaupt irgendwas zu machen.

Orlando Owen: Genau, das ist die Grundregel. Das hat ja auch den Grund, dass du nicht in deinen Kopf

gehen sollst. Und Frauen hassen das was man “hovering” nennt auf englisch, wenn du

abhängst und überlegst, “Gehe ich hin? Gehe ich nicht hin?” Und das sehen die! Auch ich

hab das früher oft gemacht und was David DeAngelo immer sagt, wie beim Karate. Es

gewinnt nicht der, der 20 Gürtel und 50 Moves hat, sondern der, der im Grunde genommen

zwei gute Kicks hat, zwei gute Blocks und zwei gute Tritte und auf der Straße weiß was

geht. Leg dir einfach für Standard­Situationen einen “Default move”. Also wenn du nachts

um drei Uhr einem über den Weg läufst und du musst dich verteidigen, dann kannst du nicht

überlegen welche der vielen Techniken du benutzen sollst, sondern hab einfach ganz

einfache, primitive Dinger.

Horst Wenzel: Jetzt wollen die Leute sich aber nicht um drei Uhr nachts verteidigen, sondern das

Mädel mit nach Hause nehmen ­ was machen sie denn dann?

Orlando Owen: Als aller erstes mach dich mal frei von dieser Affenfalle. Diese Notwendigkeit, die

neediness” ist etwas, was die Frauen spüren und niemand will das, wie beim Resteficken

um zwei Uhr morgens vor dem Club. Notgeilheit und Bedürftigkeit ist nicht attraktiv. Das ist

das, was dich blockiert. Das erinnert mich an den Spruch von mir, den David DeAngelo festgehalten

hat: “Whenever you need to, you need to not.”, auf deutsch also: “Wenn du die

Notwendigkeit fühlst, du müsstest etwas tun oder sagen, müsstest du es nicht.”

Horst Wenzel: Ich könnte mir vorstellen, dass du beim Flirten mit der Frau ein bisschen so damit spielst,

dass man die Luft zwischen euch schneiden könnte. Das ist nämlich genau diese Tension,

die ich auch voll gerne aufbaue. Ein Mädel wirft einem einen Brocken auf den Weg zu ihrem

Bettchen, weil sie wissen will, ob man ihn umgehen kann und wenn du ihr etwas

unerwartetes zurückgibst, weil du noch einen oben drauf setzt, dann ist es halt geil.

Orlando Owen: David DeAngelo sagte auch immer: “Become too comfortable.” Werde zu komfortabel.

Lehn dich zurück, genieß die Pause ohne das Gefühl zu haben, sie füllen zu müssen.

Genieß die Energie. Früher, vor zehn Jahren, habe ich das geübt. Ich habe mich vor die

Barista bei Starbucks gestellt und nur gesagt: “Hi…” und einfach den Moment genossen. Sie

zögerte dann mit einem “Hi…” und ich stand einfach nur da.



Horst Wenzel: Wir machen das in den Coachings immer. Unsere erste Übung heißt “die peinliche Stille”.

Da geht es genau darum, das zu machen. Einfach mal so hallo zu sagen und zu merken,

dass es gar nicht schlimm ist. Es ist halt voll die geile Erfahrungen wenn zwei süße Mädels

vor einem Coaching­Teilnehmer stehen und ihn zwei Minuten lang fragend angucken und

dann weitergehen. Er merkt dann, dass peinliche Stille mit einer Frau da war, aber er hat es

überlebt.

Orlando Owen: Diese Desensibilisierung ist da natürlich wie bei den Shaolin­Mönchen, die 500 mal

gegen eine Betonwand schlagen , bis sie nichts mehr spüren.

Horst Wenzel: Dabei kann es natürlich auch besser sein, die Tür zu finden, anstatt gegen die Wand

zu rennen oder zu schlagen.

 Männercoach Orlando Owen in Action

Orlando Owen: Ja, das würde ich auch sagen. Und einfach mal schauen, wenn du so komfortabel mit dir

selbst bist, bist du der Alpha, der erste, der emotional vorausgeht und die Frau wird dir

folgen. Wenn du unkomfortabel mit dir selbst bist, weil du dich aus deiner Comfort Zone

rauspusht, kann das gut sein für die Entwicklung, aber normalerweise ist es nicht gut, dann

dort zu sein. Denn dann bist du unkomfortabel. Und die Frau fühlt das, folgt dir, nimmt das

empathisch auf und ihre “Kaufentscheidung” ist genau da, wie sie sich fühlt in deinem

Beisein. Wenn sie merkt, dass du nervös bist, fühlt sie sich auch nervös und fühlt sich

unsicher, weiß gar nicht warum und da passiert dann unbewusst ihre “Kaufentscheidung”

oder “Gegenkaufentscheidung” auf dem Gefühl, dass sie in deiner Nähe hat. Und wenn du

lernst, mit dir ins Reine zu kommen, in deiner Mitte zu sein, selber mit dir komfortabel zu

sein, dir selbst genug sein, wirst du immer eine Herausforderung für die Frau sein. Wie bei

Katzen, die mit einer Maus spielen. Wenn sie tot ist, hört die Katze auf damit zu spielen.

Horst Wenzel: Ich glaube zu viele Typen sind da einfach zu uninteressant. Was glaubst du, was der

größte Fehler ist, den Männer da machen?

Orlando Owen: Sie wissen nicht, wer sie sind, sie haben keinen eigenen Lebenszweck, also stellen sie

die Frau auf ein Podest, wie David Deida es auch beschreibt. Sie will nicht deine Nummer

eins sein. Sie will nicht, dass mit ihr alles steht und fällt. Sie will auch nicht das Zentrum

deines Lebens ein. Sondern sie will, dass du die Frau nicht vor deinen Lebenszweck stellst.

Das kannst du aber gar nicht machen, wenn du gar nicht weißt, was dein Lebenszweck ist.

Wenn du völlig in deinem Lebenszweck bist, zum Beispiel mit deiner Arbeit, wie ich mit

“Magic Male”…

Horst Wenzel: Worum geht es in diesem Kurs “Magic Male”?

Orlando Owen: Was den Mann ausmacht. Alles geht um männliche Polarität. Es ist wie bei einem

Magneten: Es muss eine männliche und eine weibliche Seite geben. Anders können sie sich

nicht anziehen.

Horst Wenzel: Wie beim Ying und Yang.

Orlando Owen: Wie beim Ying und Yang. Ohne die Poliarität ensteht diese Grauschwäche, wenn es nur

“Wischi waschi” ist. Selbst bei Schwulen beziehungsweise bei Lesben, dass einer die

männliche und einer die weibliche Seite annimmt. Selbst da hast du ein polares Gefälle.

Alles muss ausgeglichen sein. Wie beim Strom auch. Volt entsteht auch durch ein Gefälle.

Und ohne kannst du keine Wassermühle antreiben oder ein Auto zum Anspringen bringen.

Wenn nicht einer der Mann ist und einer die Frau, dann gibt es keine Anziehung. Das

versuchen dann viele zu überbrücken. Aber es ist so: Der Mann ist der Mann, die Frau ist

die Frau. Sie

hat keine Wahl, ob sie Anziehung zu dir empfindet. Wenn du als Mann da stehst, mit Power

da stehst, und dich nicht rechtfertigst für die ganzen anderen Weicheier.

Horst Wenzel: Rechtfertigen ist immer ein Fehler! Auch diese ganze Testerei immer. Wenn du dich

rechtfertigst, hast du schon verloren.

Orlando Owen: Und sie testen, ob du dich rechtfertigst! Sie testen nicht, ob du den Test passieren

kannst, sondern wenn sie dich testen, weißt du eigentlich schon, dass du eigentlich ein

Problem hast.

Horst Wenzel: Ich denke mir immer es gibt Schlimmeres, als das getestet werden, denn Frauen suchen

dann nämlich irgendwie nach einem Fehler, weil sie schon denken, dass man der Richtige

ist. Insofern sollte man sich freuen, wenn man getestet wird. Gehe mit dem Ding souverän

um, dann kannst du auch mehr Anziehung gewinnen.

Orlando Owen: Ganz genau! Sieh es als Herausforderung, denn wenn sie überhaupt nicht interessiert

wäre, würde sie dich nicht testen, sondern einfach weg gehen.

Horst Wenzel: Wir haben hier jetzt so ein harmonisches Gespräch. Jetzt will ich dich aber mal fragen,

wie ist das mit den ganzen Feministinnen und dir, die dich teilweise hassen?

Orlando Owen: Damit kann ich umgehen. Wenn du allen gefällst, bist du wie die Farbe beige oder

Aufzugsmusik. Also will man schon ein bisschen polarisieren. Nicht zu hart und um jeden

Preis.

Aber sagen wir mal so: Ich habe schon viele Feministinnen, die zu mir sagen, ich sei der

Ultra­Macho und das finde ich ganz schrecklich. Und trotzdem merke ich, wie manche

Harcore­Feministinnen so mit ihren Haaren spielen dabei. Und wieder: Anziehung ist keine

bewusste Entscheidung, “Attraction is not a choice”. Sie können es nicht anders. Du musst

jemanden nicht mögen, es kann ja auch sein, dass du nur Sex mit einer Frau haben willst,

obwohl du sie eigentlich hasst. Ich habe es schon gemacht und ich kenne viele Frauen, die

es auch machen. “Eigentlich hasse ich dich, aber lass uns vögeln.”

Horst Wenzel: Ich habe mir vorgenommen, dich das zu fragen, denn ich selber wurde von einer

Hardcore­-Feministin großgezogen, nämlich meiner Mutter. Einer ganz tollen Power­Frau.

Von ihr habe ich aber ganz viel mitgenommen. Mein bester Kumpel Alex, mit dem ich die

Flirt University zusammen betreibe, und ich werden oft verglichen, wobei er so ein bisschen ist

wie Asterix und ich bin mehr so der Obelix, der als kleiner Junge in den Topf der weiblichen

Liebe gefallen ist. Deswegen spiele ich auch irgendwie damit, dass Frauen mich süß finden

von der Art und Weise, wie ich bin und was ich mache.

Orlando Owen: Das war meine Masche bis 30.

Horst Wenzel: Jetzt könnte es spannend sein, wenn du etwas versöhnendes an die Feministin sagst.

Fallen dir da versöhnliche Worte ein? Weil wir ja der Meinung sind, dass Frauen von ihrer

Kompetenz her in der Wirtschaft genau so viel verdienen sollten, wie die Männer.

Orlando Owen: Wenn es der Ermächtigung und der Förderung der Frau dient, indem sie ihre Weiblichkeit

voll lebt, anstatt zu versuchen so zu sein, wie der Mann, dann ist es eine tolle Sache.

Horst Wenzel: Da müssen wir dann natürlich unterscheiden zwischen sozialem und Business. Denn wir

beide sind ja dafür, dass Frauen im beruflichen genau so Führungspositionen übernehmen

können, wie Männer.

Orlando Owen: Ja, wenn da nicht die weibliche Essenz darunter leidet, denn das kann passieren.

Horst Wenzel: Dann lass uns uns da mal reindenken. Angenommen wir beide würden jetzt im Deutsche

Bank Vorstand sitzen, sind aber beide Frauen, merken aber, dass die Männer uns

“überbrüllen” und all ihre männlichen Attribute nutzen, um uns die Macht weg zu nehmen.

Was tun wir?

Orlando Owen: Ich kann dir sagen, ich habe Zeit in solchen Vorständen verbracht. Und die Frauen, die

da waren, wurden nicht niedergebrüllt. Die Männer hatten Respekt, weil diese Frauen hatten

schon von vorne rein eine gewisse Power, um überhaupt da rein zu kommen. Das ist eine

große Miskonzeption. Die meisten Männer sind so verunsichert, müssen so über die Liebe

kämpfen und Frauen fragen sich, warum der Mann nicht so intim oder liebevoll ist. Das ist

einfach, weil die Frauen immer einen Mann haben wollen, der über ihnen steht. Und sie

suchen sich automatisch immer einen Mann, der kompetitiv ist, mehr Geld verdient, jedoch

sind diese Männer einfach diese Art von Männern, die weniger intim und liebevoll sind.

Horst Wenzel: Das ist dann ja dieser große Kontrast zwischen dem beruflichen und dem privaten, wie

der Top Manager, der sich zu Hause von der Domina auspeitschen lässt, weil ihm das die

größte Erfüllung gibt.

Orlando Owen: Das gibt es. Nicht mein Ding, aber gut… Ich selbst bin sehr dominant.

Horst Wenzel: Ich bin auch sehr dominant.

Orlando Owen: Ich habe schon Dominas ausgebildet und gespankt.

Horst Wenzel: Ich habe da tatsächlich auch ein bisschen Erfahrung mit. Ich hatte mal eine Affäre mit

einer Domina, die ich damals bei Ikea kennengelernt habe. Sie hat mir beigebracht, dass in

jedem Mensch beides steckt: Eine dominante Seite und eine devote Seite und dass man

daran wachsen kann, beides kennen zu lernen. Würdest du mir da zustimmen?

Orlando Owen: Würde ich auch sagen. Und vor allem die Frauen, die so dominant und stark wirken,

sind dann meisten diejenigen, die am liebsten gespankt werden wollen. Das sind halt

Rollenspiele. Die meisten Frauen wollen eigentlich submissiv sein. Sie müssen nur einen

Mann finden, der das bei ihnen rausbringt. Und wenn kein Mann da ist, der das bei ihnen

rausbringt, werden sie selber hart, müssen selber den männlichen Part übernehmen. Und

das ist der Punkt. Gleichberechtigung und Frauen mehr Power geben, aber nicht durch die

Opposition zu etwas. Diese Polarisieren, jeder gegen jeden, haben wir schon in den

Religionen nach dem Motto “Tötet sie alle!”.

Horst Wenzel: Um da Frieden zu schließen: Diese Schwarz­Weiß­Denken ist da vielleicht nicht gut.

Orlando Owen: Wirst du glücklich sein, wirst du Recht haben. Das sind so Funktionen des Egos. Wenn

du in dem Buddhismus tief einsteigst, merkst du das mit diesem “Recht haben” und dem

Männerhass. Du kannst nicht ein ganzes Geschlecht verteufeln. Männer sind nicht von

Grund auf nur böse, schlecht oder wollen Frauen unterdrücken.

Horst Wenzel: Ne, die meisten sind unsicher und verunsichert.

Orlando Owen: Als ich damals angefangen habe, dieses Mannwerden-­Ding zu machen, natürlich auch

um zu polarisieren, war ich zum Beispiel in einer Universität in Northern Arizona, wo ich

gewohnt habe, habe Umfragen gemacht, um mein Programm zu entwickeln. 90% meines

Inputs kamen von Frauen. Ich habe 20 Jahre lang mit Frauen Sexualtherapie und

Psychotherapie gemacht, bevor ich mit den ersten Männern gearbeitet habe, also ich

komme aus dem Frauenbereich. Ich komme nicht aus dem Männerbereich. Ich bin nicht

eines Tages aufgestanden und habe gesagt, ich sei der Hasser der Frauen und nur die

Männer hätten Recht. Ganz im Gegenteil.

Horst Wenzel: Eines meiner Lieblingsmodelle von dir ist, dass in einer Frau ganz viele verschiedene

Seiten stecken. Und da habe ich einen Vortrag von dir gesehen, wo man nur nickende

Frauenköpfe sieht, dich sich denken, “Ja, so ist es!”. Du hast gesagt, in einer Frau steckt

sozusagen zum einen die Mutter, wo man sich auch mal fallen lässt,…

Orlando Owen: Alles! Die Hure, das böse Mädchen,… Da gab es mal ein Lied aus den 80er Jahren, das

ging so “I’m a bitch, I’m a Geisha, I’m a little girl. I’m a mother…” Denn sie ist alle diese

Dinge. Frauen haben ja auch diese Probleme, “Bin ich die Hure? Bin ich die Schlampe? Ich

schlafe nicht mit jedem!” Und die Männer sind dann auch so blöd mit ihrem Madonna-­Hure-Komplex,

dass sie denken die Frau ist eine Hure, nur weil sie mit anderen schläft, aber nicht

mit dir. Und wenn sie mit dir schläft, dann ist es okay. Und dieser ganze Konflikt, dass der

Mann toll ist, wenn er 100 Frauen flachlegt, doch die Frau darf das nicht ist unfair. Frauen

sind damit ganz schlimm.

Horst Wenzel: Da kann es ja auch sein, dass man diese ganze Unsicherheit , die es auf weiblicher Seite

gibt, als Freund, wenn man auf der Suche nach einer tollen Freundin ist, durch die richtige

Führung und Selbstsicherheit überwinden kann.

Orlando Owen: Genau. Die meisten Frauen wollen nämlich schon einen Mann, der sie führt, wenn sie

denn einen finden. Viele Frauen in Führungspositionen sind so hoch, auf der sozialen Leiter,

dass alle Typen total eingeschüchtert sind und dann finden sie niemanden mehr, der sie

führt. Ich habe viele Frauen gecoacht. Polizistinnen und andere Frauen in

Führungspositionen, die mir gesagt haben, dass sie im Endeffekt gemerkt haben, dass sie

nicht die Mutter sein können und die erfolgreiche Führungsposition. Sie sagen nach 30

Jahren, dass beides nicht geht und sie alles aufgeben würden, all die Millionen, die sie in

ihrer Karriere verdient haben, um eine innige Beziehung zu einem wahren Mann zu finden.

Und ich frage sie, “Du würdest alles aufgeben? Du bist 100 Millionen schwer, führst eine Top

100 Corporation und du würdest alles aufgeben?” Und sie sagen: “Ich würde alles aufgeben.

Ich würde in ein kleines Häuschen am Stadtrand ziehen für 1000 Mark im Monat, wenn ich

einen Mann finde, der mir das gibt, was ich suche. Der mir Schutz gibt, bei dem ich mich

anlehnen kann, bei dem ich mich fallen lassen kann und einfach Frau sein kann.”

Horst Wenzel: Stark! Orlando Owen, meine Damen und Herren. Schaut mal bei Magic Male vorbei.

Super Seite. Wenn du etwas zu dem Thema beitragen möchtest, sind wir auf deine Meinung

gespannt! Schreib es in die Kommentare. Vielen dank für das spannende Interview.


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Horst

Horst Wenzel, wohnt in Köln und bloggt mit seinem Team täglich über das Dating, das Kennenlernen und die Liebe.

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