Bist du ein Mann oder eine Frau?
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In unserer Wunschvorstellung führen wir für immer die perfekte Beziehung.

Doch im echten Leben ist es eine Zweckgemeinschaft. 

Sind wir frisch verliebt, können wir uns absolut nicht vorstellen, dass ausgerechnet unsere Beziehung eines Tages nicht mehr derart wunderbar sein könnte, wie sie es jetzt ist. Wir sind glücklich, genießen die Gespräche mit dem Partner, unternehmen viel, teilen ähnliche Hobbys und haben ein tolles Sexleben.


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Mit den Jahren sind dann jedoch doch die Gewohnheiten eingezogen. Der Partner bzw. die Partnerin wurde zur Selbstverständlichkeit. Gesprochen wurde über die neue Kollegin, das große Projekt auf der Arbeit, die Renovierung der Küche und den Geburtstag von Tante Gertrude.

Geschwiegen wurde über den schlimmen Streit vergangener Nacht, über die Nachbarin, bei der wir leichtes Herzklopfen verspüren und über das Gefühl, ständig vom Partner im Stich gelassen zu werden.

Sie kocht für ihn, er kümmert sich um den Reifenwechsel an ihrem Auto. Sie hält die Wohnung rein, er mäht den Rasen. Klassische Rollenverteilung. Und irgendwie ist das alles nur noch eine Zweckgemeinschaft. Wie eine WG. Wie Bruder und Schwester. Es ist ganz in Ordnung, aber eben alles andere als erfüllend.

Dass das Kribbeln schwindet, ist vollkommen normal

Es gibt etwas, was wir zunächst loswerden wollen.

Viel zu viele Menschen sitzen dem Irrtum auf, dass das Kribbeln, welches wir verspüren wenn wir frisch verliebt sind, für immer halten müsse.

Und wenn wir ehrlich sind, fühlt es sich schließlich auch einfach herrlich an. Schon der Gedanke an die andere Person reicht aus, dass sich unsere gesamte Magengegend zusammenzieht.

So herrlich das Gefühl verliebt zu sein auch ist, es hält leider (oder auch Gott sei Dank) nicht ewig. Dass wir uns so fühlen wie wir uns eben fühlen, ist dem Hormonchaos geschuldet. Und dieses bedeutet für unseren Körper absoluten Stress. Da unser Körper jedoch sehr effizient arbeitet, pendelt sich auch unsere Hormonausschüttung irgendwann wieder ein.

Jetzt passiert oftmals Folgendes:

Irgendwann blicken wir den Partner an und stellen auf einmal fest, dass eben die geliebten Schmetterlinge abhanden gekommen sind. Und auf einmal sind wir überzeugt, die Beziehung beenden zu müssen, weil keine Liebe mehr vorhanden ist. Weil es nur noch eine Zweckgemeinschaft ist.

Alternativ verspüren wir bei der Arbeitskollegin/ dem Arbeitskollegen ein Bauchkribbeln. Das Ergebnis? Dasselbe. Wir beenden die Beziehung.

Verliebtheit und Liebe sind jedoch nicht dasselbe. Leider kennen viel zu wenige Menschen diesen Unterschied. Nur, weil das Kribbeln nicht mehr vorhanden ist, bedeutet dies nicht, dass wir schleunigst die Beziehung beenden sollten.

Im Gegenteil.

In einer gesunden und glücklichen Beziehung entwickelt sich die Verliebtheit zu viel mehr. Das Bauchkribbeln schwindet, stattdessen empfinden wir Geborgenheit, Wärme, Vertrauen und das Gefühl, angekommen zu sein.

Verspürst du diese Empfindungen solltest du dich von dem Gedanken lösen, dass deine Gefühle nicht ausreichend sind. Das genaue Gegenteil ist der Fall! Die Verliebtheit ist gewichen, echte Liebe ist entstanden.

Kommen wir nun zurück zum Thema Zweckgemeinschaft.

Wir sind nur noch eine Zweckgemeinschaft

Zweckgemeinschaft: Kann eine Ehe ohne Liebe funktionieren?

An dieser Stelle muss sich mit zwei Fragen auseinandergesetzt werden. Die erste Frage besteht darin, wie glücklich oder unglücklich du mit deiner derzeitigen Situation überhaupt bist.

Die zweite Frage ist, ob du jemals versucht hast, daran etwas zu verändern.

Gehen wir zunächst auf die erste Frage ein.

Bist du überhaupt unglücklich?

„Eine Ehe ohne Liebe? Nein, das muss doch schrecklich sein“, so hat deine Freundin Sabrina reagiert, als du mit ihr über das Thema gesprochen hast.

Doch muss es das tatsächlich? Ist die Liebe einer guten Freundschaft gewichen, bedeutet dies nicht, dass zwangsläufig beide Ehepartner unglücklich sind. Vorausgesetzt, beide behandeln sich mit Respekt, sorgen umeinander und geben Rücksicht aufeinander. Wie es eben auch in einer guten Freundschaft der Fall ist. Von einer Zweckgemeinschaft kann in diesem Fall absolut nicht gesprochen werden.

Ganz anders gestaltet es sich, wenn nicht mehr miteinander geredet wird. Wenn beide sich nur noch anschweigen. Wenn das Zusammenleben als Zumutung empfunden wird. Wenn nur noch diskutiert und gestritten wird. Wenn seit Jahren der Haussegen schief hängt.

Die zweite Frage ist, ob ihr je versucht habt, aktiv daran etwas zu verändern. Damit ist gemeint, dass ihr nicht nur halbherzig einen Versuch gestartet habt, sondern dass ihr wirklich beide das Ziel hattet, wieder zueinander zu finden. Habt ihr jemals ausprobiert, gemeinsam zum Sport zu gehen? Zusammen bei der Organisation eines Straßenfestes mitzuwirken? Als gemeinsame Aktivität ein Tauchschein zu machen?

In einer gesunden Beziehung wird nicht nur Zweisamkeit gelebt, sondern jeder geht auch seinen eigenen Hobbys nach. Doch gerade in langjährigen Partnerschaften beschäftigen sich oftmals beide nur noch mit ihren eigenen Interessen und verbringen Tag für Tag ihren Alltag emotional voneinander getrennt.

Manchmal spürt das Paar, dass sie nur noch eine Zweckgemeinschaft sind und nehmen sich vor, etwas zu verändern. Also wird ein Samstag gemeinsam an einem See verbracht. Und natürlich vorab über das passende Proviant gestritten.

Oder es wird eine Wanderung für einen Sonntag geplant. Er beschwert sich unentwegt über sein Schuhwerk, sie sich über den zu steilen Anstieg.

Mit dieser einen Aktivität wird das Projekt „Frischer Wind in der Beziehung“ wieder beiseite gelegt. Tschüss Wiederbelebungsversuch, Hallo Zweckgemeinschaft.

Klar, dass das so nichts werden kann. Dies ist allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass bei beiden kein Elan vorhanden gewesen ist.

Lass dich nicht durch soziale Medien blenden – Es ist nicht immer alles rosarot

Du öffnest Instagram oder Facebook und da siehst du sie wieder: Glückliche Pärchenbilder. Wir werden förmlich davon überflutet. Und bekommen dabei das Gefühl, dass wir das einzige Pärchen auf Erden sind, das nicht vier Mal im Jahr Urlaub auf den Malediven macht. Das nicht drei Mal in der Woche beim teuren Italiener essen geht. Das nicht jedes Wochenende einen abenteuerlichen Ausflug unternimmt.

Was wir hierbei vergessen: Auch die Beziehungen dieser Menschen sind nicht perfekt. Und auch diese Menschen sind nicht immer glücklich. Doch Bilder aus schlechten Momenten laden wir eben nicht hoch.

Oder würdest du ein Foto von dir posten, auf dem du verheult bist und darunter die Notiz vermerken, dass ihr mal wieder Ehekrach hattet?

Unsere Beziehung ist nur noch eine Zweckgemeinschaft – Soll ich gehen oder bleiben?

Diese Entscheidung hängt davon ab, wie glücklich oder unglücklich du dich fühlst. Wir haben es bereits aufgegriffen.

Eine Beziehung ohne Liebe bedeutet nicht, dass unsere Beziehung auch ohne Wertschätzung oder Respekt ist. Auch ohne das Gefühl tiefer Liebe können wir uns auf Augenhöhe begegnen, tiefgehende Gespräche führen und den anderen als Menschen schätzen.

Ist dies jedoch nicht der Fall, sondern unser Alltag ist geprägt von Respektlosigkeiten, Lügen, Streit und Hass, sollten wir dringend darüber nachdenken zu gehen. Denn machen wir uns selbst unglücklich.

Frage dich selbst: Möchtest du genau so, wie du derzeit lebst, auch die kommenden fünf, zehn, fünfzehn, zwanzig oder gar dreißig Jahre verbringen? Macht dir diese Vorstellung Angst oder verspürst du bei diesem Gedanken eine gewisse Zufriedenheit?

Du hast dich aus deiner letzten Beziehung getrennt, weil du absolut unglücklich gewesen bist? Mittlerweile fühlst du dich wieder bereit für etwas Neues, doch dir fällt es schwer in deinem Alltag Menschen kennenzulernen, die zu dir passen? Dann erkundige dich bei uns nach einem Flirtcoaching für Männer. Unsere Flirtdozenten zeigen dir, wie du in deinem Alltag genau die Frauen kennenlernst, die für dich interessant sind.

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Kategorien: BeziehungBlog

Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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