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Was bedeutet es, introvertiert zu sein?

Das Gespräch mit dem Chef steht an. Die Kunden von letzter Woche sind nicht zufrieden gewesen, mittlerweile ist deren Beschwere in der Firma eingetrudelt.

Du sollst nun deinem Chef erklären, was eigentlich los gewesen ist, doch während des Gesprächs bekommst du einfach kein Wort heraus. Am Ende hagelt es den Satz „Meine Güte Herr Müller, Sie sind viel zu introvertiert. Arbeiten Sie daran.“


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Schon öfters hast du von anderen Leuten gehört, dass du eher schüchtern wirkst und im Grunde weißt du es selber. Sobald du dich in einer Situation nicht ganz wohl fühlst, fällt es dir schwer, bei Gesprächen den aktiven Part zu übernehmen und aus dir herauszukommen. Aber bist du wirklich introvertiert? Worin besteht der Unterschied zwischen Schüchternheit und Introversion? Wir klären auf.

Was ist Introversion?

Eingeführt wurde der Begriff Introversion von Carl Gustav Jung im Jahr 1921. Er bezeichnet die Introversion als eine Energie nach innen. Introvertierte Persönlichkeiten halten sich bei Gesprächen mit anderen Personen meist stark zurück, von Leuten aus dem Umfeld werden sie als schüchtern und ruhig wahrgenommen.

Dennoch ist Introversion nicht einfach mit Schüchternheit gleichzusetzen. Introvertierte Menschen beschäftigen sich gerne mit sich selber, sie brauchen regelmäßig Zeit für sich. Finden über mehrere Wochen jeden Tag nach Feierabend Veranstaltungen statt und auch die Wochenenden sind durchgeplant, vermissen introvertierte Menschen die Ruhe.

Sie sind gerne auch mal alleine. Sie schöpfen Kraft, indem sie durch einen Park spazieren, ein gutes Buch lesen oder für sich selber kochen. Partys und andere große Veranstaltungen werden früh verlassen, da Introvertierte die Situation und die Reize viel stärker wahrnehmen. Dies wird oft von den Freunden als Desinteresse missinterpretiert. Dabei pflegen auch introvertierte Menschen ihre Freundschaften und legen viel Wert auf gute Freunde. Allerdings fühlen sie sich an einem ruhigen Ort in kleineren Gruppen wohler als mit sehr vielen Menschen um sich herum.

Ob eine Person introvertiert oder extrovertiert ist, liegt in der Veranlagung. Dennoch ist die Introversion nicht nur angeboren, sondern teilweise auch anerzogen.

introvertiert

Introvertierte Menschen werden mit zahlreichen Vorurteilen konfrontiert.

„Immer willst du alleine sein!“

Bestimmt hast auch du bereits diesen Satz gehört und du fühlst dich völlig missverstanden. Introvertierte wollen nicht einsam in ihrer Wohnung sitzen, allerdings genießen sie es, Zeit für sich zu haben. Auch du gehst gerne aus und triffst dich mit Freunden, bei einem Discobesuch hast du allerdings einfach nicht die Energie bis morgens um fünf dort zu bleiben.

Auch, dass du schüchtern bist, hörst du immer wieder. Dabei siehst du es einfach nur nicht als notwendig an mit einer anderen Person über belangloses Zeug zu reden, daher bist du lieber einfach ruhig. Dabei hältst du sehr gerne tiefgründige Gespräche, wenn denn das Thema dir wichtig erscheint.

Ist es wirklich so schlecht, dass ich introvertiert bin?

Gerade wenn introvertierte Menschen oft den Vorwurf hören, warum sie denn immer so schüchtern seien, beginnen viele, immer mehr an sich zu zweifeln. Grundsätzlich sind Selbstzweifel immer sehr schlecht für deine eigene Einstellung zu dir selber.

Du bist wie du bist, und das ist auch gut so. Auch wenn du selber weißt, dass du bei fremden Personen erst eine Weile brauchst bist du auftaust und du dich in sehr großen Gruppen nicht hundertprozentig wohlfühlst, das ist nichts Schlimmes und kein Grund, an der eigenen Persönlichkeit zu zweifeln. Dennoch ist es verständlich, dass viele Menschen an ihrer Introversion arbeiten wollen.

Wie in dem eingangs erwähnten Beispiel wirkt sich die Introversion nicht nur auf die Freizeitgestaltung aus, sondern kann sich auch im Berufsleben negativ auswirken. Bei wichtigen Gesprächen, z.B. einem Vorstellungsgespräch oder der Verhandlung über das Gehalt, fühlen sie sich einfach nicht in der Lage, ihre Vorzüge aufzuzeigen. Auch wenn sie wissen, dass sie eine sehr gute Arbeit leisten schaffen sie es nicht, ihr Gegenüber von sich zu überzeugen.

introvertiert

Kann ich meine Introversion ablegen?

Kurz und knapp: Nein. Introvertierte Menschen werden sich nicht zu einer extrovertierten Persönlichkeit entwickeln können, denn hierfür müsste sich die innere Persönlichkeit komplett wandeln. Dennoch kannst du den Umgang mit deiner Introversion lernen, wodurch du bei anderen Menschen den gewünschten Eindruck hinterlassen kannst.

Einer der großen Unterschiede zwischen Introvertierten und Extravertierten liegt unter anderem bei den Gesprächen. Introvertierte Menschen haben kein großes Interesse daran, Smalltalk zu führen. Nicht, das sie nicht gerne mit anderen Personen reden. Aber sie reden erst dann, wenn sie wirklich etwas zu sagen haben. Plätschernde Gespräche über das Wetter, den Nebenjob und den Heimatort treffen nicht ihren Geschmack, also sind sie lieber ruhig.

Du erkennst dich in diesem Verhalten wieder? So wie dir geht es auch allen anderen introvertierten Menschen. Das Problem liegt einfach nur darin, dass Smalltalk zu unserer Gesellschaft dazugehört. Lernt man eine neue Person kennen, wird zunächst Smalltalk geführt um sich heranzutasten und herauszufinden, ob die andere Person einem sympathisch ist.

Lernt man im Beruf einen neuen Kollegen kennen, kommt der Smalltalk zum Einsatz um zu erfahren, wie der Neue so tickt. Smalltalk findet in vielen Bereichen unseres Lebens statt und kann uns sowohl beruflich als auch privat sehr nützlich werden. Er gilt als höflich und vermittelt den Eindruck, dass man eine offene und freundliche Person ist, welche gerne neue Kontakte knüpft.

Ist eine Person introvertiert und möchte daran arbeiten, kann es hilfreich sein, sich gedanklich in eine bestimmte Situation hineinzuversetzen. Sei es das Bewerbungsgespräch, das Kennenlernen einer hübschen Frau oder die Begegnung mit den neuen Nachbarn.

Stelle dir genau vor, was du sagen möchtest. Bei einem Bewerbungsgespräch kannst du im Internet nachsehen, mit welchen Fragen du vielleicht rechnen könntest. Schreibe dir deine Stärken und Schwächen auf. Gehe das Gespräch immer wieder gedanklich durch und bemühe dich darum, dass deine Aussagen nicht auswendig gelernt klingen. Du kannst dir auch einen Spiegel zur Hilfe nehmen, mit welchem du deinen Gesichtsausdruck betrachtest. So kannst du überprüfen, ob du überzeugend wirkst.

Du wirst deine Persönlichkeit nicht um 100 Grad wandeln können. Allerdings kannst du den Umgang mit der Introversion lernen, z.B. was den Smalltalk betrifft. Du wirst schnell merken, dass du davon sehr profitierst, da du auf andere Menschen offener wirkst und du bei wichtigen Themen nicht direkt mit der Türe ins Haus fällst.

Siehst du dich damit überfordert, locker mit einer fremden Person zu sprechen, kannst du auch ein Flirtcoaching für Männer buchen. Unsere Liebesexperten sind sehr einfühlsam und erklären dir die wichtigsten Tipps, wie du auch mit fremden Menschen und vor allem auch Frauen leicht in ein lockeres Gespräch kommst. Du wirst sehen, dass auch du immer besser im Umgang mit fremden Frauen wirst und es dir irgendwann ganz leicht fällt, entspannt Smalltalk zu halten.

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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