Weshalb Bedürftigkeit beim Dating so abschreckend ist

Was ist überhaupt Bedürftigkeit?

Mit dem Begriff der Bedürftigkeit bezeichnen wir meist eine emotionale Abhängigkeit eines Menschen. Beschreiben wir eine andere Person als bedürftig, ist dies meist eher abwertend gemeint, da ein Vergleich zu einer hilfsbedürftigen Person wie einem Kind oder einem Pflegefall gezogen wird.

Dass sich viele Singles nach einer langen Zeit ohne Beziehung wieder nach einer Partnerschaft sehnen, ist vollkommen normal. Aber bis zu welchem Grad akzeptieren wir eigentlich eine solche Sehnsucht? Und ab wann ufert diese meist in unseren Augen aus und wirkt auf uns bedürftig? Wie unterscheiden sich Sehnsucht und Bedürftigkeit voneinander?

Fast jeder fühlt sich von zu viel Bedürftigkeit des anderen abgeschreckt

Wir hoffen, dass dieses Date anders verläuft als die anderen. Besser. Dass wir endlich den oder die Richtige finden. Leider stellt sich das Treffen als eine absolute Katastrophe heraus. Aber was ist schief gelaufen?

Wir haben eine Person getroffen, die sich von einer sehr bedürftigen Seite gezeigt hat. Damit meinen wir nicht, dass unser Gegenüber ehrlich und offen über seine Gefühle gesprochen hat. Stattdessen meinen wir eine Art von Menschen, die nicht in der Lage sind, alleine mit selbst glücklich zu werden und die das Gefühl haben, einen Partner zwingend zu benötigen, um ein erfülltes Leben führen zu können.

Bedürftigkeit geht somit immer mit einer Abhängigkeit einher.

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Weshalb überhaupt wirkt Bedürftigkeit abschreckend?

Wir alle wünschen uns einen selbstbewussten Partner an der Seite. Einen Partner, der Träume und Ziele hat und hart dafür arbeitet, um diese zu erreichen. Einen Partner, der zwar höflich und zuvorkommend ist, jedoch nicht sofort einknickt, sondern auch zu seiner eigenen Meinung steht. Einen Menschen, der sich nicht herumkommandieren lässt. Kurzum: Wir wünschen uns einen Menschen, der auch alleine klar kommt, der ein selbstbestimmtes Leben führt und dennoch genügend Raum für eine Beziehung in seinem Alltag hat.

Genau dies ist jedoch bei einer bedürftigen Person meist nicht gegeben. Eine solche Person wünscht sich einen Partner, um Verantwortung abzugeben. Um nicht selbstständig entscheiden zu müssen. Um unangenehme Telefonate dem anderen zu überlassen. Um in allen Lebensbereichen jemanden zur Hand zu haben, der ihm unterstützend unter die Arme greift und ihm hilft.

Die wenigsten wollen das. Wer möchte schon einen Partner, bei dem man das Gefühl hat, dass dieser vollkommen unselbstständig ist und alleine nicht in der Lage wäre, sein Leben zu meistern?

Soziale Bedürftigkeit kann sich jedoch auch dahingehend zeigen, dass diese Person beinahe alles dafür machen würde, um vom Partner geliebt zu werden. Dies geschieht aufgrund eines mangelnden Selbstbewusstseins. Wer mit sich selbst nicht im Reinen ist, der versucht seine Bestätigung oftmals von außen zu erlangen. Ein Streit, eine Meinungsverschiedenheit oder gar eine Trennung wird von diesen Menschen als besonders schlimm und verletzend empfunden.

Was können wir gegen Bedürftigkeit unternehmen?

Es ist ein schönes Gefühl, von anderen Menschen Komplimente zu bekommen. Sei es für unser Outfit, unsere neue Brille oder dafür, dass wir so stark abgenommen haben. Unser Selbstbewusstsein klettert auf einmal steil nach oben.

Dennoch ist es wichtig, dass wir unser Selbstwertgefühl nicht zu stark auf den Worten von Außenstehenden aufbauen. Der wer immer nach der Anerkennung anderer lechzt, wessen Selbstwertgefühl von den Komplimenten anderer abhängig ist, der wird auf Dauer nur unglücklich.

Stattdessen müssen wir lernen, mit uns selbst im Reinen zu sein, unser eigenes Leben zu leben und vor allem auch zu lieben.

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Wie führe ich ein selbstbewusstes und selbstbestimmtes Leben, ganz ohne Bedürfigkeit?

Der Bedürftnis-Falle entgehen bedeutet, an der eigenen Selbstliebe und dem eigenen Selbstwert zu arbeiten.

Dies gelingt uns nur, wenn wir selbst aktiv werden. Hierfür sollte der erste Schritt darin bestehen, sich selbst ehrlich zu fragen, worin es begründet liegt, dass unser Selbstbewusstsein schlecht ausgebildet ist.

  • Ich fühle mich in meinem Körper unwohl weil ich übergewichtig bin /zu wenig Muskeln habe
  • Es zerstört mein Selbstwertgefühl, weil ich nur einen schlechten Schulabschluss habe
  • Mein Selbstbewusstsein ist gering, weil ich als Kind gemobbt wurde
  • Es ist mir unangenehm, dass ich noch zuhause wohne und die Nachbarn dies wissen
  • Mein Selbstbewusstsein ist gering, weil ich noch nie einen Partner/ eine Partnerin hatte

Halte dir bitte vor Augen, dass an vielen dieser Punkten du selbst arbeiten kannst. Beispielsweise das Thema Körpergewicht, Frisur, unreine Haut, kurzum, das gesamte Erscheinungsbild: Wer sich selbst nicht hübsch findet oder mit seinem Körper unzufrieden ist, der strahlt dies natürlich auch aus. Doch gerade an diesem Punkt kannst du arbeiten!

Das einzige, was du hierfür wirklich benötigst ist der Wille und das Durchhaltevermögen! Beim Thema Gewicht kann es helfen, die Ernährung umzustellen, den Süßigkeitenkonsum einzuschränken und mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Bei Hautproblemen hilft der Dermatologe. Bei der Frisur kann das Internet zahlreiche Anregungen bieten.

Wer als Kind gemobbt wurde, der verinnerlicht diese negative Erfahrung oftmals tief in seiner Psyche. Viele Menschen verarbeiten diese Erfahrung nie komplett. Als Folge davon ziehen sie sich zurück, werden immer stiller und werden als Folge dessen zum Außenseiter. Hören sie in der Nähe Menschen lachen, glauben sie, diese Leute lachen über sie.

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Je nachdem, wie schlimm das Mobbing in der Schule gewesen ist, kann der Gang zum Therapeuten eine wirkungsvolle Maßnahme sein, um diese Erfahrung zu verarbeiten.

Vielleicht ist es auch die Wohnsituation, die dir zu schaffen macht? Wer wohnt schon mit dreißig oder gar vierzig Jahren noch zuhause bei seinen Eltern? Kommst du mit dem anderen Geschlecht ins Gespräch, traust du dich kaum die Frage zu beantworten, wie du momentan lebst. Zeit, etwas zu verändern! Zeit, das Leben auf dem Dorf in der Wohnung des Elternhauses hinter dir zu lassen und in den nächsten, größeren Ort zu ziehen.

Vielleicht hast du auch einfach das Problem, dass du ein geringes Selbstwertgefühl hast, weil du noch nie einen Partner oder einer Partnerin hattest. Du glaubst, dass mit dir zwangsläufig etwas falsch sein muss, wenn dich einfach niemand will.

In diesem Fall musst du dich unbedingt von dem Gedanken frei machen, dass du nur dann ein vollständiges und glückliches Leben führst, wenn du einen Partner an deiner Seite hast. Du alleine bist verantwortlich für dich und dein Leben, und du alleine bist es Wert, geliebt zu werden. Du bist auch ohne Partner vollständig. Selbst, wenn du noch Jungfrau bist: Na und?

Mach die Dinge, die dir gut tun

Sehr entscheidend in puncto Selbstliebe ist ebenfalls, wie wir mit uns selbst umgehen. Wie redest du in deinen Gedanken mit dir?

Beispielsweise der typische Montagmorgen:

Mit dem frisch aufgebrühten Kaffee gehst du in dein Wohnzimmer, stolperst, die Tasse fällt herunter, zerbricht und der Kaffee flutet den weißen Teppich. Was denkst du dir jetzt? Ist es einfach ein „Mist, ich bin doch eh schon knapp dran“ oder ist es eher das „Herr Gott nochmal, warum muss mir das passieren. Tobias, wie kannst du nur so dumm sein. Du stolperst schon über dein eigenes scheiß Zeug, das du auf dem Boden hast liegen lassen“.

Wer mit sich selbst derart schlecht umgeht, der zweifelt natürlich an sich selbst. Zudem können wir nicht von anderen Personen erwarten, dass sie uns lieben, wenn wir es selbst nicht tun.

Warum sich selbst gegenüber also so gehässig sein? Warum gehen wir mit uns nicht einfach mal liebevoll um? Es wird dringend an der Zeit, dass wir dem Menschen, dem wir am nächsten stehen, endlich mal etwa Gutes tun, und das sind wir selbst:

Kaufe dir doch einfach mal die Handtasche oder die Männer, die dir schon so lange gefällt. Gönn dir die Auszeit vom Alltag und geh eine Stunde spazieren, ohne das Handy dabei zu haben. Setz dich einfach mal alleine in ein Café, bestell dir etwas Leckeres und beobachte die eilig hastenden Passanten und genieße dabei die innere, Ruhe, die du verspürst. Sei liebevoll zu dir selbst!

Nur, wenn wir uns selbst mit Respekt begegnen und uns selbst lieben, gelingt es uns, unsere Bedürftigkeit hinter uns zu lassen.

Du bist noch Single, aber du weißt nicht, worin die Ursache liegt? Dann erkundige dich bei uns nach einem Flirtcoaching. Unsere Liebesexperten geben dir Tipps, wie du in deinem Alltag mit dem anderen Geschlecht in Kontakt kommst und du schon bald deine neue, große Liebe findest. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme.

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