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Junge, das war aber unangenehm. Weshalb wir manche Situationen als große Peinlichkeit empfinden

Immer wieder befinden wir uns in Situationen, die uns auf einmal extrem unangenehm sind.

Plötzlich wissen wir nicht, was wir mit unseren Händen machen sollen. Noch peinlicher wird es, wenn wir unserem Gegenüber unsere Hand entgegen strecken um die Hände zu schütteln, während unser Gegenüber mit der Faust einschlagen möchte oder uns zur Begrüßung mit einer Umarmung begrüßen wollte.


„Peinlich, peinlich“, denken wir in solchen Momenten. Wir versuchen die Situation zu retten, indem wir einfach laut und erfreut den Namen des Gegenübers ausrufen, und wissen dann nicht weiter. Was zur Hölle können wir jetzt sagen? Auf einmal werden wir unsicher. Oder wir sitzen alleine im Restaurant und warten noch auf unsere Begleitung. Zu allem Übel haben wir unser Smartphone zuhause vergessen, auf dem wir jetzt nicht einmal spielen können, um unsere Unsicherheit zu überbrücken.

Es gibt zahlreiche Momente, in denen wir uns auf einmal unwohl fühlen und nicht wissen, was wir sagen sollen oder wie wir agieren können. 

So beispielsweise, wenn wir merken, dass uns eine Person in der Bahn die gesamte Zeit anblickt. Was tun? Ansprechen? Zurückstarren? Oder wir gehen mit jemandem Essen gehen und ihm hängt ein Salatblatt zwischen den Zähnen. Sollen wir es ansprechen? Oder der schlimmste Fall: Wir stehen in einem engen Raum und riechen, dass jemand gepupst hat. Wir selbst sind es nicht gewesen und wissen, dass dies auch die anderen Menschen um uns riechen. Doch wie reagieren? Es thematisieren?

All diese Momente sind auf gewisse Weise komisch. Doch der Mensch mag keine komischen Situationen. Er fühlt sich unwohl und weiß nicht, wie er diese händeln soll.


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Peinlichkeit und Schamgefühl Push and Pull unglücklicher Single Verlustangst Beziehung retten oder beenden

Wann stufen wir ein Ereignis als Peinlichkeit ein?

Wir leben in einer Welt, in der wir zahlreichen Gesetzen untergeben sind. Die stärksten Gesetze, die wir nicht umgehen können, sind die physikalischen Gesetze. Abgesehen vom Weltraum können wir der Schwerkraft nicht entkommen. Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er verbraucht, der nimmt zu. Diese Gesetze sind nicht umgehbar.

Die nächste Ebene der Gesetze besteht aus den Gesetzen des Staates. Wir wissen, dass wir andere Menschen nicht beklauen dürfen, dass wir uns an die Straßenregeln halten müssen und dass wir den Nachbarn nicht wutentbrannt erschlagen dürfen. Diese Gesetze können wir überschreiten, doch dann müssen wir mit Sanktionen, beispielsweise einem Gefängnisaufenthalt, rechnen.

Die nächste Ebene der Gesetze sind soziale Gesetze, so die gültige Etiquette. Wer hustet, der hält sich die Hand vor den Mund. Wer negativ auffällt, etwa indem er in einem überfüllten Bus sich rüpelhaft verhält, der wird nicht durch den Staat bestraft, sondern durch seine Mitbürger, die dieses Verhalten nicht dulden.

Die höchste der Gesetzesebenen sind jene Gesetze, wie wir uns selbst auferlegt haben. Diese Ebene ist es auch, welche eben beschriebene komische Momente entstehen lässt.

Komische Momente beeinflussen uns und verändern unser Verhalten nachhaltig, da wir in Zukunft versuchen werden, eben diese zu vermeiden, um eine solche Peinlichkeit künftig nicht mehr zu erleben.

Empfinden wir einen Moment als komisch, zeigt dies, dass wir uns in jenen Momenten in unseren sozialen Kompetenzen unsicher werden und wir nicht wissen, wie wir mit diesen Momenten umgehen sollen. Hierbei handelt es sich um Momente, für die es keine sozialen Regeln gibt.

Wie lange sollte eine Umarmung dauern? Ab wann fühlt es sich komisch an? Wie begrüßen wir die neue Partnerin eines Freundes? Mit Händeschütteln oder doch mit Küsschen links, Küsschen rechts? All dies sind Situationen, für die es keine festgeschriebenen Verhaltensweisen gibt.

Gleichzeitig haben diese komischen Momente auch etwas Positives. Zeigt eine Person, dass ihr etwas peinlich oder unangenehm ist, wirkt sie auf die umstehen Menschen umso vertrauenserweckender. Dies liegt daran, dass jeder insgeheim froh ist, nicht in dieser Situation zu sein und zudem selbst weiß, wie es sich anfühlt, wenn einem etwas Peinliches passiert ist. Wir empfinden diese Menschen auf einmal als freundlicher, menschlicher, ja, liebenswürdiger.

Was ist eigentlich dieses „Fremdschämen“?

Je nach Situation kann ein peinliches Erlebnis jedoch auch dazu führen, dass die anderen Menschen um diese Person herum sich ebenfalls peinlich berührt fühlen. Dieses Phänomen wird „fremdschämen“ genannt.

Doch warum ist es uns selbst peinlich, dass die Person neben uns während des Vortrags derartig unsicher stammelt?

Dies ist ein Zeichen von großer Empathie-Fähigkeit. Wir versetzen uns in die Lage des anderen und können fühlen, was die Person neben uns fühlt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir uns schnell für eigene Taten schämen oder diese uns peinlich sind. Es zeigt lediglich, dass wir eine große soziale Kompetenz verfügen und wir uns leicht in andere Menschen hineinversetzen können.

Du glaubst, komische Momente und die daraus resultierende Peinlichkeit unterscheidet sich vom physikalischen Schmerz, den wir beispielsweise spüren, wenn wir uns beim Kochen mit dem Messer schneiden?

Das menschliche Hirn würde an dieser Stelle widersprechen. Untersuchungen haben ergeben, dass bei Nicht-Beachtung sozialer Regeln und einem folgenden Schamgefühl derselbe Bereich im Hirn aktiviert wird, der auch dann aktiv ist, wenn wir physischen Schmerz fühlen.

Peinlichkeit und Schamgefühl Freundschaft nach Beziehung

Müssen wir vor einer Gruppe reden oder sitzen beim ersten Date und wissen absolut nicht, was wir sagen können, ist dies vergleichbar mit dem Beinbruch vom letzten Ski-Urlaub.

Blutdruck und Puls steigen während der Peinlichkeit an, was dazu führt, dass uns auf einmal warm wird und wir beginnen, unangenehm zu schwitzen. Der schnellerer Herzschlag wird dadurch hervorgerufen, dass wir uns unwohl fühlen und unser Körper sich darauf vorbereit, wegzurennen und somit aus der Situation zu flüchten.

Was in früheren Zeiten, als wir vor dem Säbelzahntiger um unser Leben rennen mussten, durchaus eine lobenswerte Eigenschaften gewesen ist, empfinden wir jetzt als unangenehm.

Ist das Date vorbei, fragen wir uns selbst oftmals vorwurfsvoll, weshalb wir uns während des Treffens so komisch benommen haben. Ein Teil dieses merkwürdigen Verhaltens wird durch das Hormon Oxytocin verursacht.

Was Hormone in unserem Körper alles verursachen können…

Oxytocin wird gerne umgangssprachlich auch als das „Liebeshormon“ bezeichnet. Es trägt dazu bei, dass wir anderen Menschen unser Vertrauen schenken. Genauso führt Oxytocin jedoch auch zu negativen Emotionen wie Angst. Oxytocin hilft uns dabei, negative Gefühle in den Gesichtsausdrücken der Menschen um uns herum zu erkennen und führt dazu, dass wir Situationen vermeiden, in denen wir sozial negativ auffällig werden.

Negative Situationen werden vom Menschen wesentlich intensiver wahrgenommen als positive Ereignisse, sie brennen sich förmlich ins Gedächtnis ein. So kommt es, dass wir immer wieder im Kopf durchgehen, was die andere Person wohl von uns gedacht haben mag und ob wir möglicherweise einen negativen Eindruck erweckt haben. Unsere Gedanken fixieren sich förmlich auf diesen einen Moment, der uns peinlich gewesen ist.

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Für andere spielen wir nicht die Hauptrolle

Was dem Menschen hierbei nicht bewusst ist: Wir selbst stehen uns immer am nächsten. Wir grübeln und grübeln, ob wir uns peinlich verhalten haben, schämen uns und fragen uns, was nun andere Personen von uns halten.

Dabei vergessen wir, dass die anderen Personen eben nicht die gesamte Zeit gedanklich bei uns sind. Sie setzen sich wahrscheinlich gerade in ihrem Kopf mit einem völlig anderen Thema auseinander. Diese Menschen wiederum sorgen sich darüber, was wir selbst wohl von ihnen halten und sind gedanklich ebenfalls bei sich selbst.

Eine alte Lebensweisheit besagt, dass der Mensch in seinen 20ern und 30ern sich darüber sorgt, was andere von ihm halten. In den 40ern und 50ern kümmert es ihn nicht mehr, was das Umfeld wohl denkt. Und in den 60ern und 70ern realisieren wir auf einmal, dass die Menschen um uns herum nie über uns nachgedacht haben.

Wir sind eben nicht das Zentrum der Welt oder gar des Universums. Wir selbst empfinden uns (logischerweise) als den Protagonisten unserer eigenen Lebens. Die Menschen um uns herum befinden sich in Nebenrollen.

Möchten wir uns morgens einen Kaffee holen und die Person vor uns braucht sehr lange, so handelt es sich um eine unnötige und nervenaufreibende Nebenfigur, die für wenige Sekunden in unser Leben getreten ist und gleich wieder verschwindet. Benötigen wir selbst hingegen lange, dann liegt dies natürlich daran, dass der Kellner nicht schnell genug ist oder er uns nicht gut genug bedient hat.

Wir sind uns nicht darüber bewusst, dass all die Menschen um uns herum ebenfalls ein Leben führen wie wir und wir in deren Leben solch kleine Rollen einnehmen. Die anderen Menschen sehen sich in der Position, in der wir uns selbst sehen. Jeder dieser Menschen führt ein Leben, welches genauso komplex ist, wie das unsrige.

Diese Erkenntnis lässt uns selbst auf einmal klein wirken. Uns wird bewusst, dass wir eine winzige Nadel in einem riesigen Heuhaufen sind. Und von dieser Sicht aus, erscheinen die Begebenheiten, die wir als peinlich empfinden, plötzlich als völlig unwichtig und lapidar.

Deine letzten Dates haben immer wieder auf peinliche Weise geendet? Du trittst förmlich in jedes Fettnäpfchen, was sich auftut? Mittlerweile hast du Angst, dass du jede Peinlichkeit förmlich anziehst und niemals eine Partnerin finden wirst?

Dann wird es Zeit, dass du dich bei uns nach einem Flirtcoaching erkundigst. Unsere Flirtexperten zeigen dir, wie es dir gelingt, selbstischer auf fremde Frauen zuzugehen, sie anzusprechen und mit ihnen zu flirten. Damit auch du die Richtige findest. Wir freuen uns auf deine Kontaktaufnahme!

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Caro

Carolin beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Persönlichkeitsentwicklung und Dating. Nach einem Masterstudium in Kulturwissenschaft hat die gebürtige Esslingerin ihren Weg als Leiterin des Redaktionteams der Flirt University gefunden. Sie entwickelt regelmäßig neue Coaching Methoden und analysiert für unsere Kunden Chats aus dem Online Dating und hat somit schon so mancher Liebe auf die Sprünge geholfen.

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